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Editorial
Multiple Sklerose

Multiple Sklerose

Die Krankheit der 1000 Gesichter
Und der 1000 Fragen

Grau und weiß sind die dominierenden Farben des Nervensystems. In der grauen Masse sitzen die Neurone; hier werden die Impulse anderer Nervenzellen gesammelt und verarbeitet. Das Ergebnis wird anderen Nervenzellen weitergeleitet über die weiße Masse, die ihrerseits aus zwei Komponenten besteht: Zum einen den Axonen, den langen Fortsätzen der Nervenzelle. Sie bilden den Ausgangskanal in der neuronalen Kommunikation. Doch ohne die zweite Komponente, eine schützende Myelinhülle, ist diese Kommunikation quälend langsam. Nimmt die weiße Masse also Schaden, werden die komplexen Netzwerke der Nervenzellen gestört.

Genau das passiert bei der Multiplen Sklerose: Die Myelinschicht der Axone wird angegriffen und so die Verarbeitung verlangsamt oder ganz gestört. Die Effekte – zum Beispiel Sehstörungen, taube Finger oder eine gestörte Motorik – hängen ganz vom Ort der Entmarkung ab. Das macht die MS schwer zu diagnostizieren, denn kein Patient gleicht dem anderen. Auch über die Ursachen ist noch nicht viel bekannt, doch die Forschung arbeitet mit Hochdruck.

In Kooperation mit der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und dank eines großzügigen Nachlasses von Heidemarie Hoppe besprechen wir hier eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen – 200.000 Patienten sind es allein in Deutschland. Eine Einführung liefert Nora Schultz: Krankheit der tausend Gesichter.

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Krankheit der tausend Gesichter
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