Intelligenz

Was hilft, wenn nichts anderes hilft:
Selber denken macht schlau!

 

Da ist diese Erdnuss, tief in einem Röhrchen. Mit Fingern nicht zu erreichen. Und umdrehen lässt sich dieses Röhrchen nicht. Darüber kann man länger grübeln, aber der Lohn ist verlockend, zumindest für Menschenaffen. Schließlich verwenden sie Wasser – und spülen die Nuss nach oben. Doch mindestens ein Schimpanse lies sich filmen, wie er in das Röhrchen urinierte. Er schaffte es in die Medien.

Wer diese Geschichten zum ersten Mal hört, ist angemessen beeindruckt. Denn solche Problemlösung fällt völlig unter die Definition von Intelligenz nach Piaget: „Intelligenz ist das, was wir benutzen, wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen“. Und tatsächlich haben wir unsere tierischen Verwandten lange unterschätzt, wie unsere Slideshow dokumentiert. 

Doch auch die menschliche Intelligenz haben wir unterschätzt. Sie ist kein Singular, sie ist ein Plural: Es gibt die soziale, die emotionale, die mathematische und noch einige andere Intelligenzen, meint nicht nur der Harvard-Psychologe Howard Gardner. Unser Autor Christian Wolf nennt das inflationär. Denn auch wenn man Intelligenz multipliziert – sie sperrt sich nach wie vor gegen Definitionen. Aber wir wissen, was sie ausmacht. Und wir können sie abgrenzen.

Ulrich Pontes tut dies in seiner Einführung.

Intelligenz

Intelligenz/-/intelligence

Sammelbegriff für die kognitive Leistungsfähigkeit des Menschen. Dem britischen Psychologen Charles Spearman zufolge sind kognitive Leistungen, die Menschen auf unterschiedlichen Gebieten erbringen, mit einem Generalfaktor (g-​Faktor) der Intelligenz korreliert. Demnach lasse sich die Intelligenz durch einen einzigen Wert ausdrücken. Hierzu hat u.a. der US-​Amerikaner Howard Gardner ein Gegenkonzept entwickelt, die „Theorie der multiplen Intelligenzen“. Dieser Theorie zufolge entfaltet sich die Intelligenz unabhängig voneinander auf folgenden acht Gebieten: sprachlich-​linguistisch, logisch-​mathematisch, musikalisch-​rhythmisch, bildlich-​räumlich, körperlich-​kinästhetisch, naturalistisch, intrapersonal und interpersonal.