Sehen - Das Tor zur Welt

Etwa 80 Prozent der Informationen über die Umwelt erhalten wir über die Augen.
An der Verarbeitung dieses Inputs ist gut ein Viertel des Gehirns beteiligt.

Damit ist der Sehsinn das wichtigste Sinnessystem des Menschen. Und auch der, den die Wissenschaft am intensivsten beackert. Zwar ist die Arbeitsweise des enorm komplexen visuellen Systems noch nicht bis ins letzte Detail verstanden, doch was man weiß, zeigt unser Focus.

Dort erfahren Sie alles über Auge, Netzhaut und die Hirnareale, in denen eine visuelle Wahrnehmung letztlich entsteht. Wer wissen will, warum Farben nicht für jeden gleich aussehen, ist hier ebenso richtig wie wissenschaftshistorisch Interessierte, denn unsere Autorin Tanja Krämer hat sich auf eine Reise durch die Sehtheorien begeben. Für Cineasten lüften wir das Geheimnis bewegter Bilder - und mit bewegten Bildern stellen wir die verschiedenen Modalitäten des Sehens vor. Oder möchten Sie mit dem erstaunlichen Phänomen von Nachbildern Bekanntschaft machen? Das und mehr gibt es im Labor.

Sehen – (k)ein selbstverständliches Wunder. Eine Einführung

Netzhaut

Netzhaut/Retina/retina

Die Netzhaut oder Retina ist die innere mit Pigmentepithel besetzte Augenhaut. Die Retina zeichnet sich durch eine inverse (umgekehrte) Anordnung aus: Licht muss erst mehrere Schichten durchdringen, bevor es auf die Fotorezeptoren (Zapfen und Stäbchen) trifft. Die Signale der Fotorezeptoren werden über den Sehnerv in verarbeitende Areale des Gehirns weitergeleitet. Grund für die inverse Anordnung ist die entwicklungsgeschichtliche Entstehung der Netzhaut, es handelt sich um eine Ausstülpung des Gehirns.
Die Netzhaut ist ca 0,2 bis 0,5 mm dick.

Wahrnehmung

Wahrnehmung/Perceptio/perception

Der Begriff beschreibt den komplexen Prozess der Informationsgewinnung und –verarbeitung von Reizen aus der Umwelt sowie von inneren Zuständen eines Lebewesens. Das Gehirn kombiniert die Informationen, die teils bewusst und teils unbewusst wahrgenommen werden, zu einem subjektiv sinnvollen Gesamteindruck. Wenn die Daten, die es von den Sinnesorganen erhält, hierfür nicht ausreichen, ergänzt es diese mit Erfahrungswerten. Dies kann zu Fehlinterpretationen führen und erklärt, warum wir optischen Täuschungen erliegen oder auf Zaubertricks hereinfallen.

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