Computer-Hirn-Schnittstelle

Morgen ist heute gestern

Die Mondlandung, der Cyberspace, das iPhone: nur drei Entwicklungen unter vielen, die aus phantasievollen Geschichten heraus direkt in unser Leben gekommen sind. Sollte dieser Trend auch für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine gelten, gehen wir interessanten Zeiten entgegen: Stecker hinter dem Ohr verbinden uns mit Datenbankwelten. Ein Nachfolger des WLAN ermöglicht uns, künstliche Körperteile zu steuern, notfalls auch zwei Milchstraßen weiter. Und am Körper ist so ungefähr alles ersetzbar. Auch das Gehirn, ein Backup vorausgesetzt.

Fraglos sind wir von dieser Zukunft noch ein ganzes Stück entfernt. Doch die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ist schon heute Realität. Gehirnströme steuern Cursor; Chips auf dem Cortex helfen, E-Mails zu schreiben; Ratten betreiben eine Art von Telepathie. Viele Fragen sind noch offen, viele Probleme müssen noch gelöst werden, aber am Horizont lassen sich auch diesseits der Science-Fiction konkrete Anwendungen erkennen.

Allerdings stellt uns, was für Patienten in der Klinik ein echter Segen sein kann, andernorts vor ernsthafte ethische Fragen: etwa jene nach der menschlichen Würde und Identität oder jene nach den militärischen Einsatzmöglichkeiten. Was hingegen keine Frage ist: Computer-Hirn-Schnittstellen sind ein spannendes Thema mit dem Potenzial des alten chinesischen Fluches „Mögest Du in interessanten Zeiten leben".

Eine Einführung

Ohr

Ohr/Auris/ear

Das Ohr ist nicht nur das Organ des Hörens, sondern auch des Gleichgewichts. Unterschieden werden das äußere Ohr mit Ohrmuschel und äußerem Gehörgang, das Mittelohr mit Trommelfell und den Gehörknöchelchen sowie das eigentliche Hör– und Gleichgewichtsorgan, das Innenohr mit der Gehörschnecke (Cochlea) und den Bogengängen.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm2.