Das Gedächtnis – Massenspeicher im Gehirn

Grafik: Meike Ufer

Leben heißt Lernen, und gäbe es nicht unser Gedächtnis, wir wären wohl hilflose Kreaturen.

Das Gedächtnis trennt wichtige von unwichtigen Informationen, speichert sie an unterschiedlichen Orten im Gehirn und ruft sie wieder auf, wenn wir sie dringend benötigen. Zumindest in der Regel. Denn hin und wieder treten auch Fehler auf in diesem komplexen System. Warum es so leicht ist, uns falsche Erinnerungen einzuflüstern und wie es dazu kam, dass ein Gedächtnisforscher eines Verbrechens beschuldigt wurde, das er nicht begangen hatte, beschreibt unsere Autorin Hanna Drimalla.

Meist jedoch erledigt unser Gedächtnis einen guten Job. Wir erklären, wie das Gehirn unsere Erinnerungen codiert, warum wir unterschiedliche Arten des Gedächtnisses brauchen und wie Emotionen oder Stress unsere Lernfähigkeit beeinflussen.

Außerdem stellen wir zwei bedeutende Menschen vor, die die Gedächtnisforschung maßgeblich beeinflusst haben: Unser Redakteur Arvid Leyh befragt in einem Videointerview den Wissenschaftler Eric Kandel. Berühmt wurde auch der Patient Henry Molaison: Nach einer Operation verlor er seine Erinnerungsfähigkeit und gab Forschern dadurch entscheidende Hinweise darauf, wie das Gedächtnis eigentlich funktioniert.

Wie Erlebnisse zu Erfahrungen werden. Das Gedächtnis – eine Einführung.

Gedächtnis

Gedächtnis/-/memory

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Emotionen

Emotionen/-/emotions

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler komplexe Reaktionsmuster, die erfahrungsbezogene, physiologische und verhaltensbezogene Komponenten umfassen. Sie entstehen als Reaktion auf personenrelevante oder bedeutsame Ereignisse und erzeugen eine Handlungsbereitschaft, durch die das Individuum versucht, mit der Situation umzugehen. Emotionen treten typischerweise mit subjektivem Erleben (Gefühl) auf, unterscheiden sich aber von reinem Gefühl durch ein bewusstes oder implizites Engagement mit der Umwelt. Emotionen entstehen u.a. im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

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