Die Suche nach der Pille des Vergessens

Pille für Vergessen


Gequält von schrecklichen Erinnerungen werden Patienten mit Posttraumatischem Stresssyndrom. Forscher hoffen, ihnen irgendwann mit einer Pille des Vergessens helfen zu können. Doch der vermeintliche Segen könnte sich als Fluch entpuppen.

Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Dr. Randolf Menzel

Veröffentlicht: 14.08.2011

Das Wichtigste in Kürze
  • In Tierversuchen werden Wirkstoffe getestet, die gezielt einzelne Erinnerungen löschen sollen.
  • Geforscht wird an Wirkstoffen, die im Hippocampus oder der Amygdala wirken, während sich die Erinnerung verfestigt.
  • Die mögliche Anwendung am Menschen ist ethisch umstritten, weil auch negative Erinnerungen für das Individuum und die Gesellschaft bedeutsam sein können.

Hippocampus

Hippocampus/Hippocampus/hippocampual formatio

Der Hippocampus ist der größte Teil des Archicortex und ein Areal im Temporallappen. Er ist zudem ein wichtiger Teil des limbischen Systems. Funktional ist er an Gedächtnisprozessen, aber auch an räumlicher Orientierung beteiligt. Er umfasst das Subiculum, den Gyrus dentatus und das Ammonshorn mit seinen vier Feldern CA1-​CA4.

Veränderungen in der Struktur des Hippocampus durch Stress werden mit Schmerzchronifizierung in Zusammenhang gebracht. Der Hippocampus spielt auch eine wichtige Rolle bei der Verstärkung von Schmerz durch Angst.

Amygdala

Amygdala/Corpus amygdaloideum/amygdala

Ein wichtiges Kerngebiet im Temporallappen, welches mit Emotionen in Verbindung gebracht wird: es bewertet den emotionalen Gehalt einer Situation und reagiert besonders auf Bedrohung. In diesem Zusammenhang wird sie auch durch Schmerzreize aktiviert und spielt eine wichtige Rolle in der emotionalen Bewertung sensorischer Reize. Die Amygdala – zu Deutsch Mandelkern – wird zum limbischen System gezählt.

„Obliviate!“ – Den Hexen und Zauberern des Harry-​Potter-​Märchens genügt ein simpler Zauberspruch und eleganter Schwung des Zauberstabs, um Erinnerungen aus dem Gedächtnis zu löschen. In der magierfreien Realität lassen sich Kriegserinnerungen oder Kindheitstraumata indes nicht so einfach aus der Welt schaffen – noch nicht. Denn auch wenn es nach Zauberei klingt, ist es tatsächlich schon möglich, Erinnerungen gezielt zu löschen, wie Gedächtnisforscher bereits mehrfach bewiesen haben – zumindest bei Versuchen an Ratten und Mäusen.

Courtney Miller und David Sweatt von der Universität von Alabama in Birmingham hatten Ratten das Fürchten beigebracht: Die Tiere erstarrten vor Schreck, kamen sie in einen Käfig, in dem sie vorher unangenehme Elektroschocks bekommen hatten. Wenn die Forscher ihnen jedoch ein Medikament namens Zebularin in den Hippocampus spritzen, zeigten die Tiere am nächsten Tag keine solche Schockreaktion mehr.

Offenbar reaktiviert Zebularin ein Gen, dessen Proteinprodukt Phosphatase I Erinnerungen löschen kann. Während der Lernphase wird dieses Phosphatase-​I-​Gen mit so genannten Methylgruppen verklebt, also gewissermaßen in Ketten gelegt. Zebularin entfernt diese Methylgruppen, so dass das Gen reaktiviert und die Phosphatase die Erinnerung an die Elektroschocks im Käfig löscht. Das klingt wie das ideale Medikament zum Auslöschen von Erinnerungen. Doch leider wirkt Zebularin nicht nur auf ein Gen, sondern verändert das Ein– und Ausschaltmuster vieler tausender Gene, weshalb mit unerwünschten Nebenwirkungen zu rechnen ist.

Gedächtnis

Gedächtnis/-/memory

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Hippocampus

Hippocampus/Hippocampus/hippocampual formatio

Der Hippocampus ist der größte Teil des Archicortex und ein Areal im Temporallappen. Er ist zudem ein wichtiger Teil des limbischen Systems. Funktional ist er an Gedächtnisprozessen, aber auch an räumlicher Orientierung beteiligt. Er umfasst das Subiculum, den Gyrus dentatus und das Ammonshorn mit seinen vier Feldern CA1-​CA4.

Veränderungen in der Struktur des Hippocampus durch Stress werden mit Schmerzchronifizierung in Zusammenhang gebracht. Der Hippocampus spielt auch eine wichtige Rolle bei der Verstärkung von Schmerz durch Angst.

Gen

Gen/-/gene

Informationseinheit auf der DNA. Den Kernbestandteil eines Gens übersetzen darauf spezialisierte Enzyme in so genannte Ribonukleinsäure (RNA). Während manche Ribonukleinsäuren selbst wichtige Funktionen in der Zelle ausführen, geben andere die Reihenfolge vor, in der die Zelle einzelne Aminosäuren zu einem bestimmten Protein zusammenbauen soll. Das Gen liefert also den Code für dieses Protein. Zusätzlich gehören zu einem Gen noch regulatorische Elemente auf der DNA, die sicherstellen, dass das Gen genau dann abgelesen wird, wenn die Zelle oder der Organismus dessen Produkt auch wirklich benötigen.

Eine Spritze gegen die Erinnerung

Vielleicht hat Valérie Doyère vom Centre national de la rechereche (CNRS) in Paris einen geeigneteren Weg zur Gedächtnislöschung gefunden. Sie brachte Ratten bei, dass auf einen bestimmten Ton ein Elektroschock folgt. Nach ein paar Übungsrunden erstarrten die Tiere allein aufgrund des Tones, selbst wenn der Elektroschock ausblieb. Spritzte die Forscherin aber zeitgleich zum Abspielen des Tons einen Wirkstoff namens U0126 in die Amygdala, reagierten die Tiere auf das Signal nicht mehr mit einer Schockstarre – obwohl ein zweiter antrainierter Ton die Stressreaktion nach wie vor auslösen konnte.

Sowohl Doyère als auch Miller und Sweatt konnten die negative Erinnerung deshalb so gezielt löschen, weil sie das jeweilige Medikament in einer Situation spritzten, in der das Gehirn die gelernte Verknüpfung hätte verstärken oder aufrechterhalten müssen. Die Medikamente störten den molekularen Speicherprozess, so dass diese Erinnerung verloren ging. Die negative Erinnerung an den zweiten Ton blieb jedoch erhalten, weil Doyère beim erneuten Vorspielen kein Medikament verabreichte und das Gehirn somit Gelegenheit bekam, die Erinnerung molekular zu bewahren.

Vielfältige Ansatzmöglichkeiten

Ob es Sinn macht, Traumapatienten solche Medikamente zu verabreichen, während sie sich an ihre negativen Erfahrungen erinnern, ist jedoch noch völlig offen. Zumal es neben U0126 oder Zebularin eine ganze Reihe von Wirkstoffkandidaten gibt, die zur Gedächtnislöschung eingesetzt werden könnten. Andere Experimente legen das Enzym Alpha-​CAMK-​II lahm, das in Gedächtnisbildung involviert ist, stoppen die Proteinkinase M zeta, die für das Langzeitgedächtnis nötig ist, oder verändern AMPAR, einen Rezeptor in der Zellmembran von Nervenzellen der Amygdala, mit dessen Hilfe furchteinflößende Erinnerungen relativiert werden. Vermutlich gibt es also Dutzende von Möglichkeiten, in das Speichern von Erinnerungen einzugreifen.

Denn letztlich sind es nicht Gene oder Proteine, sondern die besonderen Verschaltungen von Nervenzellen, die Erinnerungen speichern, wie ein Experiment der Forschergruppe um Sheena Josselyn von der Universität von Toronto, Kanada, an Mäusen zeigte. Mit Hilfe eines gentechnischen Tricks schaltete Josselyn bestimmte, in die Gedächtnisbildung involvierte Nervenzellen in der Amygdala aus, so dass eine vorher gelernte negative Langzeiterfahrung dauerhaft gelöscht wurde.

Niemand weiß bislang, ob sich das menschliche Gehirn mit seiner unvergleichbar hoch entwickelten Gedächtnisleistung ähnlich einfach manipulieren lässt, wie Maus– oder Rattenhirne. Oder ob es überhaupt Substanzen gibt, die nur eine einzelne Erfahrung löschen können, ohne das restliche Gedächtnis eines Trauma-​Patienten zu beeinträchtigen.

Langzeitgedächtnis

Langzeitgedächtnis/-/long-term memory

Ein relativ stabiles Gedächtnis über Ereignisse, die in der etwas entfernteren Vergangenheit passiert sind. Im Langzeitgedächtnis werden Inhalte zeitlich nahezu unbegrenzt gespeichert. Unterschiedliche Gedächtnisinhalte liegen in unterschiedlichen Gehirn-​Arealen. Die zelluläre Grundlage für diese Lernprozesse beruht auf einer verbesserten Kommunikation zwischen zwei Zellen und wird Langzeitpotentierung genannt.

Rezeptor

Rezeptor/-/receptor

Signalempfänger in der Zellmembran. Chemisch gesehen ein Protein, das dafür verantwortlich ist, dass eine Zelle ein externes Signal mit einer bestimmten Reaktion beantwortet. Das externe Signal kann beispielsweise ein chemischer Botenstoff (Transmitter) sein, den eine aktivierte Nervenzelle in den synaptischen Spalt entlässt. Ein Rezeptor in der Membran der nachgeschalteten Zelle erkennt das Signal und sorgt dafür, dass diese Zelle ebenfalls aktiviert wird. Rezeptoren sind sowohl spezifisch für die Signalsubstanzen, auf die sie reagieren, als auch in Bezug auf die Antwortprozesse, die sie auslösen.

Neuron

Neuron/-/neuron

Das Neuron ist eine Zelle des Körpers, die auf Signalübertragung spezialisiert ist. Sie wird charakterisiert durch den Empfang und die Weiterleitung elektrischer oder chemischer Signale.

Gen

Gen/-/gene

Informationseinheit auf der DNA. Den Kernbestandteil eines Gens übersetzen darauf spezialisierte Enzyme in so genannte Ribonukleinsäure (RNA). Während manche Ribonukleinsäuren selbst wichtige Funktionen in der Zelle ausführen, geben andere die Reihenfolge vor, in der die Zelle einzelne Aminosäuren zu einem bestimmten Protein zusammenbauen soll. Das Gen liefert also den Code für dieses Protein. Zusätzlich gehören zu einem Gen noch regulatorische Elemente auf der DNA, die sicherstellen, dass das Gen genau dann abgelesen wird, wenn die Zelle oder der Organismus dessen Produkt auch wirklich benötigen.

Amygdala

Amygdala/Corpus amygdaloideum/amygdala

Ein wichtiges Kerngebiet im Temporallappen, welches mit Emotionen in Verbindung gebracht wird: es bewertet den emotionalen Gehalt einer Situation und reagiert besonders auf Bedrohung. In diesem Zusammenhang wird sie auch durch Schmerzreize aktiviert und spielt eine wichtige Rolle in der emotionalen Bewertung sensorischer Reize. Die Amygdala – zu Deutsch Mandelkern – wird zum limbischen System gezählt.

Gedächtnis

Gedächtnis/-/memory

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Ist künstliches Vergessen ethisch legitim?

Aber selbst wenn die Pille des Vergessens ohne jegliche Nebenwirkungen zu haben wäre: Ist es überhaupt richtig und ethisch vertretbar, Gedächtnisse zu manipulieren? Selbst wenn es eine gute Sache zu sein scheint, traumatische Erlebnisse aus dem Gedächtnis zu löschen, kann man sich doch nicht sicher sein, dass mit der bösen Erinnerung auch all jene Spuren verschwinden, die das Erlebnis im Gedächtnis – oder wahlweise der Seele – hinterlassen hat. Verschwinden also mit der Ursache eines Traumas, der Erinnerung, auch die posttraumatischen Folgen?

Und welche Folgen hat es, wenn sich Menschen die schlechten Erinnerungen einfach wegspritzen lassen können wie Falten mit Botox? „Alle Erinnerungen, auch die schmerzvollen, erfüllen einen wichtigen Zweck. Sie können uns helfen, die gleichen Fehler nicht zu wiederholen“, wird der Gedächtnisforscher Joe Tsien in einem Nature-​Artikel zitiert.

Gedächtnis

Gedächtnis/-/memory

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Vom Wert des kulturellen Gedächtnisses

Selbst wenn im Fall einer posttraumatischen Belastungsstörung eine Erinnerung für den einzelnen Patienten qualvoll sein mag, so erfüllt sein Gedächtnis für die Gesellschaft doch eine wichtige Aufgabe. Beispielsweise als Zeuge in einem Prozess, der Täter bestraft und vielleicht sogar durch Abschreckung zukünftiges Unglück verhindert. Nicht umsonst spricht man von „kollektivem Gedächtnis“ und sicher wäre die Entwicklung Deutschlands und Europas anders verlaufen ohne die unzähligen und qualvollen Erinnerungen an Holocaust und zweiten Weltkrieg. Wie würde sich eine Welt entwickeln, in der die traumatischen Erinnerungen von Soldaten oder Zivilisten im Krieg einfach per Spritze oder Pille gelöscht werden könnten?

Versuche in diese Richtung sind längst Realität. Substanzen wie Propanolol, das unmittelbar nach einem traumatischen Erlebnis die emotionalen Spätfolgen reduzieren können soll, werden seit Jahren getestet. Und das Interesse ist nicht allein caritativ, denn die posttraumatischen Verhaltensstörungen von Irak– und Vietnamveteranen verursachen allein in den USA Kosten von über vier Milliarden Dollar jährlich. Eine Pille, die wie der „Obliviate“-Zauber funktionierte, käme zweifelsohne billiger. Kritiker befürchten jedoch, dass solche Hilfsmittel den Druck von einer öffentlichen Debatte über die Folgen von Kriegen nehmen könnten.

So groß der Wunsch oft sein mag, Unangenehmes vergessen zu können, eine Welt ohne furchteinflößende und lehrreiche Erinnerungen hat sich nicht einmal Potter-​Autorin Rowling vorstellen wollen.

Belastungsstörung

Belastungsstörung/-/stress disorder

Als Belastungsstörung wird in der Psychologie die pathologische Reaktion auf dauerhaften oder kurzfristig sehr hohen Stress bezeichnet. Unterschieden werden die akute Belastungsstörung – oft als Nervenzusammenbruch bezeichnet – und die posttraumatische Belastungsstörung nach einem traumatischen Erlebnis. Sie kann noch lange Zeit nach dem eigentlichen Stressereignis schwerwiegende Folgen haben.

Gedächtnis

Gedächtnis/-/memory

Gedächtnis ist ein Oberbegriff für alle Arten von Informationsspeicherung im Organismus. Dazu gehören neben dem reinen Behalten auch die Aufnahme der Information, deren Ordnung und der Abruf.

Emotionen

Emotionen/-/emotions

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

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2 Kommentare

Dr. Kathrin Koch 20.01.2017
Es mutet schon etwas grotesk an, wenn auf der einen Seite Patienten durch aufwändige Verfahren geholfen wird, schlimme Erinnerungen aus der Verdrängung hervorzuholen, um sie zu verarbeiten und andererseits daran gearbeitet wird, Erinnerungen gar nicht erst zu entwickeln bzw. sie ganz auszulöschen. Wird der von seinen schlimmen Erlebnissen gereinigte Mensch nicht auch mit einer Art Phantomschmerz auf die Lücken in seinem Gedächtnis reagieren und versuchen, sie zu füllen?

Provokante Frage: Was ist schlimmer: Mit dem Trauma einer Vergewaltigung und ihrer Erinnerung leben zu müssen oder mit dem Wissen, vergewaltigt worden zu sein, aber keinerlei Erinnerung daran zu besitzen, weil man zuvor unter Drogen gesetzt wurde? Zweifellos ist beides grausam. Dennoch: Wie würden Opfer von Gewaltverbrechen wohl diese Frage beantworten?

Gast 20.01.2017
Eine (traumatische) Erinnerung ist im Grunde auch nichts anderes, als ein bestimmter Reiz, der dazu führt in eine aussergewöhnliche Erregung zu geraten. Weiter gedacht - wenn also eine Person immerzu den Hang zum Ausrasten hat, würde man bei diesem nur daraaf warten müssen, bis es wieder soweit ist und ihn dann mit einem solchen Medikament behandeln - was wahrscheinlich eine ZWangssituation erwarten lässt. Nach der Behandlung im Kontext der Situation wird der "Patient" dann wohl einen Teil seiner Erregungsfähigkeit verloren haben, wenn diese Medikamente tatsächlich funktionierten, wie erklärt.

Auch müsste man jemanden derart behandelten die Freude am Fußball (etwa Fansein) zum Beispiel abgewöhnen können. Dazu eben täte man analog der Situation des Ausrastens den Augenblick der euphorischen Begeisterung abwarten und die Behandlung beginnen (das Medikament spritzen). Es ist anzunehmen, dass der Patient daraufhin seine Begeisterung für den Fußball verliert.

Es gäbe also theoretisch reichlich Potential einen Menschen zu Manipulieren.

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