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Colliculus inferior
Zwei hinten liegende Erhebungen des Mittelhirndaches werden als untere Hügelchen bezeichnet. Gemeinsam mit den oberen Hügelchen (Colliculi superiores) bilden sie die Vierhügelplatte. An den unteren Hügelchen laufen Impulse verschiedener Nuclei des unteren Hirnstammes zusammen. Zusätzlich kommen hier Signale aus dem auditiven Cortex an. Dies macht die Colliculi inferiores zu einer wichtigen Koordinationsstelle von auditorischer Information.
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Einfache Zelle
Eine orientierungssensitive Zelle im primären visuellen Cortex (Teil der Großhirnrinde), deren rezeptives Feld sich nach ON und OFF Subfeldern aufteilt. Reagiert beispielsweise stark auf Linien einer bestimmten Orientierung.
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Fissur
Durch die starke Faltung des Cortex (Großhirnrinde) entstehen Fissuren – vom lateinischen: Furchen. Diese Furchen lassen sich zur Beschreibung einzelner Hirnstrukturen nutzen, so trennt beispielsweise die Fissura sylvii den Schläfen– vom Frontallappen. Weniger tiefe Furchen werden häufig mit Sulcus bezeichnet.
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Graue Substanz
Als graue Substanz wird eine Ansammlung von Nervenzellkörpern bezeichnet, wie sie in Kerngebieten oder im Cortex (Großhirnrinde) vorkommt.
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Heschl-Querwindung
Die Heschl´sche Querwindung ist ein Areal im Temporallappen, das 1855 erstmals von Richard Heschl beschrieben wurde. Sie ist Sitz des primären auditiven Cortex, also dem Hörzentrum in der Großhirnrinde.
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Hörstrahlung
Die Hörstrahlung ist ein Teil der Hörbahn, also der am Hören beteiligten Gebiete im Gehirn. Genauer der Teilbereich, der zwischen Thalamus und sensorischem Cortex liegt.
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Hyperkomplexe Zelle
Eine Nervenzelle im primären visuellen Cortex, die am stärksten auf kurze, bewegte Linien oder Ecken in ihrem rezeptiven Feld reagiert. Sie zeigt End-Stopping, das heißt, die Reaktionsstärke nimmt ab, wenn der Stimulus länger wird als optimal. Hyperkomplexe Zellen sind empfindlich für die Orientierung und Bewegungsrichtung des Stimulus und tragen zur Wahrnehmung von Kanten, Ecken und Kurven bei.
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Komplexe Zelle
Eine Nervenzelle im primären visuellen Cortex mit großen rezeptiven Feldern. Sie reagieren auf visuelle Reize mit geeignetem Kontrast, einer bestimmten Orientierung und häufig auch einer bestimmten Bewegungsrichtung.
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Luzider Traum
Während eines luziden Traumes ist sich der Träumende seines Zustandes bewusst und in der Lage, seine Handlungen zu steuern. Obwohl schon Aristoteles von diesem Phänomen berichtete und bis zu 80 Prozent aller Menschen angeben, schon einmal luzide geträumt zu haben, zweifelten Schlafforscher bis zum Ende der sechziger Jahre an der Existenz dieses Phänomens. Die meisten Beobachtungen von Klarträumen stammen aus der Phase des REM-Schlafes. Wissenschaftler haben festgestellt, dass luzide Träume mit einer veränderten Aktivität des präfrontalen Cortex einhergehen, der für die kritische Bewertung von Ereignissen zuständig ist. Luzides Träumen lässt sich erlernen und findet mittlerweile auch Anwendung in der Therapie, beispielsweise bei der Behandlung von Albträumen.
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Nuclei mediales
Diese mediale, also zur Mitte gelegene Kerngruppe des Thalamus erhält Eingänge von anderen Thalamuskernen, dem Hypothalamus und der Amygdala. Ausgänge gehen an den präfrontalen Cortex. Die mediale Kerngruppe ist an sozialem Verhalten und Ich-Erleben beteiligt.
