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Assoziationscortex
Teile des Großhirns, die nicht den primären und sekundären Arealen für sensorische Verarbeitung und Motorik zugeordnet werden. Sie liegen überwiegend im Neocortex, integrieren Informationen mehrerer Quellen, sind Mittelpunkt Thalamocorticaler und cortico-corticaler Netzwerke und sind funktionell nicht eindeutig abgrenzbar.
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Betzsche Riesenzellen
Die Betz’schen Riesenzellen sind besonders große Pyramidenzellen im primären motorischen Cortex (Areal 4). Sie besitzen sehr große Zellkörper von 100 µm Durchmesser und stark myelinisierte Axone, die direkt in das Rückenmark projizieren. Damit gehören sie zu den corticospinalen Neuronen der Pyramidenbahn. Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Fasern der Pyramidenbahn ausmachen, sind sie funktionell wichtig für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen, insbesondere der Feinmotorik.
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Broca-Areal
Ein Areal des präfrontalen Cortex (Großhirnrinde), das sich meist in der linken Hemisphäre befindet. Maßgeblich an der motorischen Erzeugung von Sprache beteiligt. Erstmals beschrieben von dem französischen Neurologen Paul Pierre Broca im Jahr 1861.
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Chorea Huntington
Bei der Chorea Huntington handelt es sich um eine progressive und fatale Erbkrankheit, die sich im Gehirn manifestiert. Charakterisiert ist sie durch Dyskinesie, Demenz und Verhaltens- bzw. psychische Veränderungen. Bis heute ist sie nicht heilbar, obwohl Wissenschaftler ihre molekularen Ursachen relativ gut verstanden haben. So enthält das Huntington-Gen der Betroffenen bis zu 200 Kopien eines bestimmten Basentripletts (Dreiergruppe von Basen). Dies veranlasst die Zellen dazu, ein fehlerhaftes Protein herzustellen, welches in erster Linie im Striatum des Gehirns Ablagerungen bildet. Es kommt zu einer Degeneration der Neuronen in den Basalganglien und dem Cortex.
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Colliculus inferior
Zwei hinten liegende Erhebungen des Mittelhirndaches werden als untere Hügelchen bezeichnet. Gemeinsam mit den oberen Hügelchen (Colliculi superiores) bilden sie die Vierhügelplatte. An den unteren Hügelchen laufen Impulse verschiedener Nuclei des unteren Hirnstammes zusammen. Zusätzlich kommen hier Signale aus dem auditiven Cortex an. Dies macht die Colliculi inferiores zu einer wichtigen Koordinationsstelle von auditorischer Information.
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Einfache Zelle
Eine orientierungssensitive Zelle im primären visuellen Cortex (Teil der Großhirnrinde), deren rezeptives Feld sich nach ON und OFF Subfeldern aufteilt. Reagiert beispielsweise stark auf Linien einer bestimmten Orientierung.
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Fissur
Durch die starke Faltung des Cortex (Großhirnrinde) entstehen Fissuren – vom lateinischen: Furchen. Diese Furchen lassen sich zur Beschreibung einzelner Hirnstrukturen nutzen, so trennt beispielsweise die Fissura sylvii den Schläfen– vom Frontallappen. Weniger tiefe Furchen werden häufig mit Sulcus bezeichnet.
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Graue Substanz
Als graue Substanz wird eine Ansammlung von Nervenzellkörpern bezeichnet, wie sie in Kerngebieten oder im Cortex (Großhirnrinde) vorkommt.
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Heschl-Querwindung
Die Heschl´sche Querwindung ist ein Areal im Temporallappen, das 1855 erstmals von Richard Heschl beschrieben wurde. Sie ist Sitz des primären auditiven Cortex, also dem Hörzentrum in der Großhirnrinde.
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Hörstrahlung
Die Hörstrahlung ist ein Teil der Hörbahn, also der am Hören beteiligten Gebiete im Gehirn. Genauer der Teilbereich, der zwischen Thalamus und sensorischem Cortex liegt.
