In der Spinnengrube

Krankhafte Angst
Krankhafte Angst

In der Psychiatrischen Klinik der Universität Münster sind Wissenschaftler neuen Methoden für die Angsttherapie auf der Spur. Dafür schicken sie ihre Probenden in virtuelle Realitäten oder stimulieren Hirnareale mit Magnetfeldern.

Wissenschaftliche Betreuung: Jürgen Hoyer

Veröffentlicht: 11.01.2012

Das Wichtigste in Kürze
  • Wer sich fürchtet, sollte seiner Angst ins Auge sehen. So lernt das Gehirn: Alles halb so schlimm! Bei Phobikern setzt daher die gängigste Behandlungsmethode, die Expositionstherapie, auf Konfrontation mit den persönlichen Horrorszenarien. Einige Patienten bekommen zusätzlich Psychopharmaka.
  • Der Einsatz von virtuellen Realitäten könnte die Expositionstherapie künftig unterstützen. Die Computersimulationen erlauben, sich mit Situationen auseinanderzusetzen, die sich in der Realität nicht oder nur schwer herstellen lassen, etwa Kriegsszenarien oder Naturkatastrophen.
  • Eine Befragung aus Spanien und den USA zeigt, dass viele Patienten sich ihren Ängsten eher in der virtuellen Welt stellen würden. Bestätigt sich dies, könnten Therapeuten mehr Betroffene erreichen.
  • Bei Angstpatienten ist die Amygdala überempfindlich. Schuld daran ist möglicherweise eine zu geringe Aktivität im Cortex. Mit Hilfe der rTMS, der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation, wollen Forscher der Hirnrinde auf die Sprünge helfen. Ein wiederholt angelegtes Magnetfeld stimuliert dabei gezielt Bereiche des Cortex und erhöht deren Aktivität. Für schwer Depressive ist diese Methode in den USA und in Kanada bereits zugelassen. Ob sie auch Angstpatienten helfen kann, müssen Forscher noch belegen.

Auge

Augapfel/Bulbus oculi/eye bulb

Das Auge ist das Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen – von elektromagnetischer Strahlung eines bestimmten Frequenzbereiches. Das für den Menschen sichtbare Licht liegt im Bereich zwischen 380 und 780 Nanometer.

Amygdala

Amygdala/Corpus amygdaloideum/amygdala

Ein wichtiges Kerngebiet im Temporallappen, welches mit Emotionen in Verbindung gebracht wird: es bewertet den emotionalen Gehalt einer Situation und reagiert besonders auf Bedrohung. In diesem Zusammenhang wird sie auch durch Schmerzreize aktiviert und spielt eine wichtige Rolle in der emotionalen Bewertung sensorischer Reize. Die Amygdala – zu Deutsch Mandelkern – wird zum limbischen System gezählt.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm2.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm2.

„Bereit?“, Julia Diemer klackert mit der Tastatur, lässt die Computermaus über den Tisch surren und startet meinen Ausflug in eine virtuelle Welt. Vor den Augen habe ich ein Sichtgerät, eine Art Mini-​Monitor, mit weichen Gummibändern an meinem Kopf befestigt. „Ja, klar, ich bin bereit“, will ich noch sagen. Stattdessen entweicht meinen Lippen nur ein klägliches „Urghs!“. Die Psychologin hat mich in einen unscheinbaren Raum gebeamt: weiße Wände, ein Tisch, ein Fenster, hinter dem eine dunkle Tanne steht. Mein Blick jedoch heftet sich an ein Monster. Von der Decke hängt am dünnen Faden ein monströses Spinnentier, fast so groß wie mein Kopf. Dicker Hinterleib, lange, haarige Beine, die sich zu allem Überfluss auch noch bewegen. Das schaut nicht nett aus.

Das virtuelle Spinnenzimmer gehört zu den Forschungsinstrumenten der Arbeitsgruppe um den Psychiater Peter Zwanzger von der Universität Münster. Die Wissenschaftler in seinem Team, zu denen auch Julia Diemer gehört, fahnden nach neuen Methoden, um Angstpatienten zu helfen. Das tut Not, denn Angststörungen zählen neben Depression und Suchterkrankungen zu den häufigsten psychischen Leiden. Einer wissenschaftlichen Erhebung aus dem Jahr 2011 zufolge leidet etwa jeder siebte Europäer an einer Angststörung. Dazu gehören zum Beispiel Panikattacken, soziale Phobien oder spezifische Ängste wie Spinnenphobie und Höhenangst.

Ich zähle mich glücklicherweise nicht dazu. Trotzdem finde ich die virtuelle Spinne wirklich fies. „Sie können ruhig näher rangehen“, tönt die freundliche Stimme der Psychologin. Ich erinnere mich an den Joystick in meiner Hand, doch ich zögere. Sympathisch waren mir die Krabbeldinger noch nie. Gar nicht auf die Spinne zuzugehen, kratzt jedoch an meiner Ehre, schließlich sieht die deutlich jüngere Frau am Monitor genau, wie nah ich mich herantraue. Also mutig auf den Knopf gedrückt, der mich auf das achtbeinige Monster zuwandern lässt – so lange, bis ich ihm direkt ins Spinnengesicht blicke. Das ist zwar ein wenig pixelig und wirkt dadurch nicht ganz echt. Andererseits: Das Vieh wackelt sogar mit seinen Mundwerkzeugen! Mich schaudert.

Auge

Augapfel/Bulbus oculi/eye bulb

Das Auge ist das Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Lichtreizen – von elektromagnetischer Strahlung eines bestimmten Frequenzbereiches. Das für den Menschen sichtbare Licht liegt im Bereich zwischen 380 und 780 Nanometer.

Depression

Depression/-/depression

Phasenhaft auftretende psychische Erkrankung, deren Hauptsymptome die traurige Verstimmung sowie der Verlust von Freude, Antrieb und Interesse sind.

Panisch schreien: Eine Erfindung von Hollywood

„Wie geht es Ihnen? Wie stark ist Ihre Angst auf einer Skala von eins bis hundert?“, fragt die Wissenschaftlerin. Angst habe ich nicht wirklich. Nennen wir das Gefühl lieber Unbehagen; also vielleicht eine 15 – oder doch eher eine 25? Also alles halb so wild, wie ich erfahre: „Spinnenphobiker hätten jetzt richtig Angst“, sagt Diemer. Während Kontrollpersonen ihre Furcht meist zwischen Null und Zehn ansiedeln, geben Angstpatienten durchaus einmal die volle Punktzahl.

Diemer nimmt mir das Sichtgerät ab und befreit mich aus der virtuellen Spinnengrube. Da ist sie wieder, die kleine, etwas verwinkelte Kammer unter dem Dach der Psychiatrischen Klinik der Universität Münster. Von hier aus schickt die Psychologin im Dienste der Forschung ihre Probanden regelmäßig in die virtuelle Vorhölle. So zumindest muss es sich für Angstpatienten anfühlen. „Aber glauben Sie bloß nicht, dass die dann anfangen zu schreien oder panisch um sich zu schlagen“, sagt Diemer. Diese Vorstellung sei ein Hollywood-​Produkt. Wer Angst hat, erstarrt vielmehr, ist regelrecht starr vor Schreck. Dazu gesellen sich körperliche Symptome wie Herzrasen, Schweißausbrüche, Zittern, weiche Knie. Im Film würde all das vermutlich nur wenig Eindruck machen. Für den Betroffenen aber kann die Angst maßlos sein.

Diese subjektiven Empfindungen will Diemer im Rahmen ihrer Doktorarbeit in wissenschaftlich auswertbare Parameter übersetzen. Daher verkabelt sie ihre Probanden, misst Herz– und Atemfrequenz, die elektrische Leitfähigkeit der Haut und die Menge des Stresshormons Cortisol im Speichel. So prüft die Psychologin, wie gut sich die virtuelle Realität als Werkzeug zur Angsttherapie eignet. Dafür arbeitet sie nicht nur mit Spinnensimulationen. Menschen mit Höhenphobie zum Beispiel schickt sie per Computer und Sichtgerät zu luftigen Spaziergängen über virtuelle Hausdächer.

Cortisol

Cortisol/-/cortisol

Ein Hormon der Nebennierenrinde, das vor allem ein wichtiges Stresshormon darstellt. Es gehört in die Gruppe der Glucocorticoide und beeinflusst im Körper den Kohlenhydrat– und Eiweißstoffwechsel.

Wer sich der Angst stellt, kann sie besiegen

„Angst ist etwas, das jeder kennt“, sagt Diemer. Jeder habe sich schon einmal vor etwas gefürchtet, etwa vor einer Prüfung, der ersten Fahrstunde, dem ersten Date. Da laufe zunächst nichts anderes ab als bei Phobikern. Mit einem entscheidenden Unterschied: Stellt man sich der Angst, verliert sie ihren Schrecken. Und ist das bange Gefühl erst überwunden, ist beim nächsten Mal alles halb so schlimm. Angstpatienten jedoch vermeiden die bedrohliche Situation. Der beruhigende Lerneffekt bleibt aus, stattdessen wächst die Furcht.

Die gängigste Behandlungsstrategie ist daher die Expositionstherapie, eine spezielle Form der Verhaltenstherapie, bei der die Betroffenen sich ihren schlimmsten Ängsten stellen. „Das ist derzeit die effektivste Therapieform“, erklärt Diemer. Manche wissenschaftliche Publikation spricht von Erfolgsquoten zwischen 80 und 90 Prozent. In der Praxis seien es vermutlich eher bis zu 70 Prozent, sagen die Münsteraner Experten.

Virtuelle Welten zur Behandlung von Traumata

Die Idee, Angstpatienten nicht in der Realität, sondern in einer virtuellen Welt mit ihrem Horrorszenario zu konfrontieren, entstand bei der US-​Armee, wo man nach Wegen suchte, um traumatisierten Kriegsveteranen zu helfen. Deren Angstauslöser lassen sich auch nicht so einfach nachstellen. Auch aufwändige und teure Konfrontationen, etwa bei Flugangst, sprechen für eine Therapie in der virtuellen Realität. Hinzu kommt: Vor anderen zu zeigen, dass eine alltägliche Situation Panik auslöst, fällt vielen schwer. Tatsächlich belegt eine Befragung aus Spanien und den USA, dass viele Patienten sich ihren Ängsten eher in der virtuellen Welt stellen würden. Bestätigt sich dies, könnten Therapeuten mit dieser Methode viel mehr Betroffene erreichen, als es bisher der Fall ist.

In Deutschland beschäftigen sich erst wenige Gruppen mit virtuellen Realitäten in der Angsttherapie: Neben den Münsteranern sind es vor allem die Forscher um Andreas Mühlberger von der Universität Würzburg. Im Jahr 2007 belegte der Psychologe in einer Studie, dass virtuelle Tunnelfahrten realistisch genug sind, um echte Angstreaktionen auszulösen. Unter Mühlbergers Regie entstanden auch die Computersimulationen, mit denen Julia Diemer nun in Münster arbeitet. Ihre ersten Ergebnisse sind vielversprechend: Zumindest die subjektive Bewertung der eigenen Furcht ihrer Probanden in der Simulation legt nahe, dass die Panik in der virtuellen Welt ähnlich groß ist wie in der realen.

Magnetfelder gegen die Angst

Expositionstherapie hilft den meisten Patienten, aber eben nicht allen. Darum forscht das Team in Münster an einer weiteren Therapiemethode, der repetitiven, also wiederholten, transkraniellen Magnetstimulation (rTMS). Je nach Einstellung des Gerätes stimuliert oder hemmt dabei ein starkes Magnetfeld kurzfristig verschiedene Hirnareale. Für schwer Depressive ist diese Methode in Kanada und den USA bereits zugelassen. In Münster untersuchen die Forscher, ob sich die Technik auch bei Ängsten anwenden lässt. „Bei Angstpatienten ist die Datenlage aber noch sehr widersprüchlich“, sagt Peter Zwanzger. Der Psychiater, der sich inzwischen zu uns gesellt hat, ist Experte auf dem Gebiet der Angstforschung. Mehr als zehn Jahre seines Lebens hat er ihr gewidmet. Dennoch kann auch er nicht eindeutig sagen, wie die Angst im Kopf entsteht.

Sicher aber ist: Im Zentrum des Geschehens steht die Amygdala. Tief im Gehirn gelegen, als Teil des limbischen Systems, spielt sie eine wichtige Rolle beim Verarbeiten von Emotionen – insbesondere wenn es um Wut geht, oder eben um Angst. „In den USA hat die Amygdala von kreativen Leuten die herrlich plakative Bezeichnung ‘Brain Panic Button’ bekommen“, sagt Peter Zwanzger, also Panikalarmknopf. Ein jungenhaftes Grinsen zieht über das Gesicht des Forschers. Im gefällt die Metapher. Denn wird die Amygdala in bedrohlichen Situationen aktiviert, löst sie ihrerseits die körperlichen Angstreaktionen aus – so wie ein Alarmknopf Polizei und Feuerwehr in Bewegung setzt.

„Bei Angstpatienten ist die Amygdala überempfindlich – warum, dafür gibt es verschiedene Hypothesen“, sagt Zwanzger. Er glaubt, dass der Cortex verantwortlich sein könnte. Dort werden verschiedene Eindrücke genauer analysiert. Kommt diese Bewertungseinheit zu dem Schluss, dass alles halb so wild ist – weil man zwar am Abgrund steht, aber ein Geländer davor schützt hinunterzufallen –, bremst sie die Amygdala. „Ist der Cortex jedoch zu lahm, kann er die Amygdala nicht kontrollieren, sie wird überaktiv und die Panik ist programmiert“, erklärt der Forscher.

Amygdala

Amygdala/Corpus amygdaloideum/amygdala

Ein wichtiges Kerngebiet im Temporallappen, welches mit Emotionen in Verbindung gebracht wird: es bewertet den emotionalen Gehalt einer Situation und reagiert besonders auf Bedrohung. In diesem Zusammenhang wird sie auch durch Schmerzreize aktiviert und spielt eine wichtige Rolle in der emotionalen Bewertung sensorischer Reize. Die Amygdala – zu Deutsch Mandelkern – wird zum limbischen System gezählt.

Emotionen

Emotionen/-/emotions

Unter „Emotionen“ verstehen Neurowissenschaftler psychische Prozesse, die durch äußere Reize ausgelöst werden und eine Handlungsbereitschaft zur Folge haben. Emotionen entstehen im limbischen System, einem stammesgeschichtlich alten Teil des Gehirns. Der Psychologe Paul Ekman hat sechs kulturübergreifende Basisemotionen definiert, die sich in charakteristischen Gesichtsausdrücken widerspiegeln: Freude, Ärger, Angst, Überraschung, Trauer und Ekel.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm2.

Gibt es unterschiedliche Angststörungen?

Diesem Effekt will er per rTMS entgegenwirken. Das Gerät, das er dafür einsetzt, ist ein schlichter Kasten auf Rollen, verbunden mit einem Handgerät, das die Magnetspulen enthält und an eine dicke schwarze Acht erinnert. In einer Studie testet Zwanzger gerade die Wirkung der Magnetstrahlung auf einige Probanden. Sie alle leiden unter plötzlichen, wiederkehrenden Panikattacken, einige von ihnen zusätzlich an einer Agoraphobie, einer Störung, die mit extremem Unwohlsein an bestimmten Orten einhergeht. Diese meiden die Betroffenen dann, im schlimmsten Fall können sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Gemeinsam ist den Probanden außerdem, dass die reine Expositionstherapie bei ihnen nicht den gewünschten Effekt gezeigt hat. „Vermutlich gibt es, ähnlich wie bei der Depression, verschiedene Formen der Angststörung“, sagt Zwanzger. „Das würde bedeuten, dass man auch unterschiedliche Behandlungsstrategien braucht.“

Daher unterzieht sich ein Teil der Freiwilligen zusätzlich zur Verhaltenstherapie einer rTMS. Die Teilnehmer müssen dabei nichts weiter tun, als sich in einen Sessel zu setzen. „Die gemütlichste Sitzgelegenheit im ganzen Haus“, witzelt Zwanzger. Ein Arzt hält ihnen dann die Magnetspule an den Kopf. Von der Stimulation selbst spüren sie nichts. Nur das leise Tackern des Gerätes ist zu hören. Die Münsteraner Forscher wollen herausfinden, ob durch die Magnetfelder bei den Probanden die Aktivität der Hirnrinde nachhaltig ansteigt. Denn das ist möglicherweise entscheidend für den langfristigen Therapieerfolg. Welche Hirnareale genau sie mit den Magneten manipulieren, will Zwanzger jedoch nicht verraten. Das sei noch geheim, sagt er.

Schließlich ist die rTMS in der Angsttherapie noch genauso experimentell wie die virtuelle Realität. Patienten dürfen außerhalb von wissenschaftlichen Studien nicht mit diesen Methoden behandelt werden. „Schreiben Sie das unbedingt, wir wollen nicht, dass Patienten voller Hoffnung bei uns anrufen und wir sie dann enttäuschen müssen“, bittet Peter Zwanzger. Bis Psychiater und Psychologen die neuen Therapieansätze anbieten dürfen, werden noch viele Probanden durch Diemers gruselige Simulationen wandern müssen.

Cortex

Großhirnrinde/Cortex cerebri/cerebral cortex

Der Cortex cerebri, kurz Cortex genannt, bezeichnet die äußerste Schicht des Großhirns. Sie ist 2,5 mm bis 5 mm dick und reich an Nervenzellen. Die Großhirnrinde ist stark gefaltet, vergleichbar einem Taschentuch in einem Becher. So entstehen zahlreiche Windungen (Gyri), Spalten (Fissurae) und Furchen (Sulci). Ausgefaltet beträgt die Oberfläche des Cortex ca 1.800 cm2.

zum Weiterlesen:

  • Diemer, J. et al.: Therapy-​refractory panic: current research areas as possible perspectives in the treatment of anxiety. European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience. 2010; 260 (Suppl 2):S127 – S131 (zum Abstract).
  • Garcia-​Palacios, A. et al: Comparing Acceptance and Refusal Rates of Virtual Reality Exposure vs. In Vivo Exposure by Patients with Specific Phobias. Caber Psychology & Behavious. 2007; 10 (5):722 – 724 (zum Abstract).
  • Mühlberger, A. et al: Virtual Reality for the Psychophysiological Assessment of Phobic Fear: Responses During Virtual Tunnel Driving. Psychological Assessment. 2007; 19 (3):340 – 346 (zum Abstract).
  • Paniknetz – ein deutschlandweiter Forschungsverbund zur Psychotherapie von Panikstörungen; URL: http://​www​.paniknetz​.de/ [Stand: 2007]; zur Webseite.
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One comment

Virtuelle Welten zur Behandlung von Angststörungen wie Soziale Phobien, oder spez. Ängste wie Höhenangst finde ich super. Ich kann mir wie zum Beispiel bei Höhenangst gut vorstellen, das man sich rel. schnell gewöhnen kann, wenn man die höhe langsam steigert. Allerdings bei traumatisierten Kriegsveteranen würde ich andere Methoden verwenden. Ich würde sie immer wieder erzählen lassen...

Bei Magnetfeldtherapie (rTMS) bin ich sehr skeptisch. Würde das nicht langfristig gesehen mehr schaden als helfen? Ich habe ein sehr ungutes Gefühl dabei

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