NWG 2021: Klaus-Armin Nave und Constanze Depp über Oligodendrozyten und Alzheimer
Veröffentlicht: 22.04.2021
Das Interview entstand entlang eines Symposiums auf dem (virtuellen) NWG-Kongress 2021. Daher leider nur Zoom ...
Morbus Alzheimer
Morbus Alzheimer, Alzheimer-Krankheit/Morbus Alzheimer/Alzheimer's desease
Die Alzheimer-Krankheit ist eine progressive neurodegenerative Erkrankung, gekennzeichnet durch kortikale Atrophie, Nervenzellverlust, Synapsenschwund sowie Ablagerungen von Amyloid-Plaques und neurofibrillären Bündeln, was zu Demenz und Funktionsverlust führt. Frühe Symptome sind Gedächtnisprobleme, Sprachstörungen, exekutive Defizite, depressive Verstimmungen und subtile Persönlichkeitsveränderungen. Im Verlauf treten globale kognitive Einbußen, Aphasie, Agnosie, Apraxie sowie Verhaltensauffälligkeiten wie Apathie, Unruhe und Schlafstörungen auf. Erstmals beschrieben wurde die Krankheit 1907 von Alois Alzheimer.
senile Plaques/-/senile plaques
Senile Plaques lagern sich in der grauen Hirnsubstanz ab, wenn ein Eiweiß – das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein – nicht korrekt abgebaut wird. Entzündungen sowie Erkrankungen des Fett– oder des Zuckerstoffwechsels können die Plaquebildung begünstigen. Im Schnitt erreichen die Ablagerungen einen Durchmesser von 50 Mikrometern. Das Auftreten von Plaques ist eine von mehreren anatomischen Veränderungen im Gehirn, anhand derer Pathologen nach dem Tod eine Alzheimer-Erkrankung diagnostizieren können.
Demenz
Demenz/Dementia/dementia
Demenz ist ein erworbenes Defizit kognitiver, aber auch sozialer, motorischer und emotionaler Fähigkeiten. Die bekannteste Form ist Alzheimer. „De mentia“ bedeutet auf Deutsch „ohne Geist“.
Apraxie
Apraxie/-/apraxia
Schwierigkeit, eine zielgerichtete Bewegung auszuführen, wie das Greifen eines Glases oder das Schneiden mit der Schere. Je nach Form der Apraxie können aber auch die Sprache oder die Mimik betroffen sein. Ursache ist nicht Muskelschwäche oder Lähmung, sondern die Schädigung eines oder mehrerer Hirnareale, z.B. als Folge eines Schlaganfalls. In anderen Fällen ist sie hingegen bereits angeboren.
Schlafstörungen
Schlafstörung/-/sleep disorder
Ein Sammelbegriff für verschiedene Phänomene, die sich dadurch auszeichnen, dass die Betroffenen keinen erholsamen Schlaf haben. Hierzu können sowohl psychische als auch organische Ursachen beitragen. Die Symptome reichen von Problemen beim Einschlafen und Durchschlafen bis hin zu unerwünschten Verhaltensweisen im Schlaf wie etwa Schlafwandeln, ruhelose Beine beim Einschlafen („restless legs“), Atemaussetzer im Schlaf („Schlafapnoe“) etc. Schätzungen zufolge leiden in den westlichen Ländern bis zu 30 Prozent aller Erwachsenen an irgendeiner Form von Schlafstörung. Die Suche nach den Ursachen ist häufig kompliziert, eine Analyse im Schlaflabor die beste Untersuchungsmethode.
Plaques
senile Plaques/-/senile plaques
Senile Plaques lagern sich in der grauen Hirnsubstanz ab, wenn ein Eiweiß – das so genannte Amyloid-Vorläuferprotein – nicht korrekt abgebaut wird. Entzündungen sowie Erkrankungen des Fett– oder des Zuckerstoffwechsels können die Plaquebildung begünstigen. Im Schnitt erreichen die Ablagerungen einen Durchmesser von 50 Mikrometern. Das Auftreten von Plaques ist eine von mehreren anatomischen Veränderungen im Gehirn, anhand derer Pathologen nach dem Tod eine Alzheimer-Erkrankung diagnostizieren können.