Ursula Reichert

Olfaktorische Transduktion
Schmetterlingsweibchen locken ihre arteigenen Männchen über Kilometer hinweg an, indem sie Sex-Pheromone aus abdominalen Drüsen freisetzen. Spezialisierte olfaktorische Rezeptorneurone auf der Antenne des Männchens detektieren diese Pheromone. Das Riechen der Sex-Pheromone bewirkt eine augenblickliche Verhaltensänderung: die Männchen beginnen windaufwärts, im Zick-Zack-Flug, nach den Schmetterlingsweibchen zu suchen.
Wir interessieren uns besonders dafür, wie die Sex-Pheromone durch Rezeptorneurone detektiert werden. Wir haben primäre Zellkulturen der Geruchsrezeptorneurone von Antennen des Schwärmers Manduca sexta entwickelt, die in vitro "riechen" können. In Patch-clamp-Experimenten und pharmakologischen Untersuchungen analysieren wir, welche Ionenkanäle der kultivierten antennalen Neurone nach Pheromongabe öffnen und wie sie durch second messenger moduliert werden.
Unser momentaner Forschungsschwerpunkt ist die olfaktorische Adaptation.

Universität Kassel

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Tierphysiologie

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Kognitive Neurowissenschaften, Verhaltensneurobiologie

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