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Betzsche Riesenzellen
Die Betz’schen Riesenzellen sind besonders große Pyramidenzellen im primären motorischen Cortex (Areal 4). Sie besitzen sehr große Zellkörper von 100 µm Durchmesser und stark myelinisierte Axone, die direkt in das Rückenmark projizieren. Damit gehören sie zu den corticospinalen Neuronen der Pyramidenbahn. Obwohl sie nur einen kleinen Teil der Fasern der Pyramidenbahn ausmachen, sind sie funktionell wichtig für die Kontrolle willkürlicher Bewegungen, insbesondere der Feinmotorik.
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Cerebrospinalflüssigkeit
Eine klare Flüssigkeit, die das Ventrikelsystem füllt, sowie das Gehirn und Rückenmark im Subarachnoidalraum umspült und so vor Stößen schützt. Drei– bis fünfmal täglich werden die 100 bis 160 ml Flüssigkeit durch die Plexus choroidei erneuert. Bestimmte Krankheiten spiegeln sich in der Zusammensetzung der Cerebrospinalflüssigkeit wieder.
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Dermatom
Beschreibt ein Areal der Haut, das mit genau einem Spinalnerv (ein aus dem Rückenmark entspringender Nerv) verbunden ist.
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dorsal
Die Lagebezeichnung dorsal bedeutet „zum Rücken hin“ gelegen. Im Bezug auf das Nervensystem handelt es sich um eine Richtung senkrecht zur neuralen Achse, also nach oben zum Kopf oder nach hinten.Bei Tieren ohne aufrechten Gang ist die Bezeichnung einfacher, dort bedeutet sie immer zum Rücken hin. Durch den aufrechten Gang des Menschen knickt das Gehirn im Bezug auf das Rückenmark ab, wodurch dorsal zu „oben“ wird.
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kaudal
Eine Lagebezeichnung – kaudal bedeutet „zum Schwanz hin“ gelegen. Im Bezug auf das Nervensystem handelt es sich um eine Richtung entlang der neuralen Achse, also nach hinten. Bei Tieren (ohne aufrechten Gang) bedeutet die Bezeichnung immer: Zum Ende der Wirbelsäule gelegen. Durch den aufrechten Gang des Menschen knickt das Gehirn im Bezug auf das Rückenmark ab, wodurch kaudal auch nach unten bedeutet.
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kranial
Eine Lagebezeichnung – kranial bedeutet „zum Kopf hin“ gelegen. Im Bezug auf das Nervensystem handelt es sich um eine Richtung entlang der neuralen Achse, also nach vorne. Bei Tieren (ohne aufrechten Gang) ist die Bezeichnung einfacher, dort bedeutet sie immer nach vorne. Durch den aufrechten Gang des Menschen knickt das Gehirn im Bezug auf das Rückenmark ab, wo durch kranial auch „nach oben“ bedeutet.
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Moosfaser
Moosfasern sind Nervenfasern, die Impulse aus dem Rückenmark und den Brückenkernen in das Kleinhirn leiten. Sie enden in der Körnerzellschicht. Es werden auch die Axone der Körnerzellen des Gyrus dentatus im Hippocampus, die nach CA3 ziehen, als Moosfasern bezeichnet.
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Nucleus ventralis posterior
Ein Kern des Thalamus dorsalis, der als Hauptsomatosensorischer Thalamuskern dient. Der VPL erhält somatosensorische Afferenzen aus dem Körper über das Rückenmark (Druck, Berührung, Vibration, Propriozeption, Schmerz, Temperatur), der VPM aus dem Kopfbereich über den Trigeminus. Er leitet diese Informationen an die primäre somatosensorische Großhirnrinde (S1) weiter und spielt damit eine zentrale Rolle bei der Bewusstwerdung somatosensorischer Reize, einschließlich Schmerz.
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Pons
Areal im Hirnstamm zwischen Medulla oblongata und Mesencephalon. Stellt eine Umschaltstation vieler Nervenbahnen zwischen Gehirn Rückenmark dar und enthält zahlreiche Kerne, darunter Hirnnerven und solche, die an der Steuerung der Motorik beteiligt sind-in Zusammenarbeit mit dem Cerebellum.
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Primärer motorischer Cortex
Ein Areal des Frontallappens in der Vorderwand der Zentralfurche. Er gilt als übergeordnete Steuereinheit, zuständig für willkürliche — und Feinmotorik. Hier sitzen die Zellkörper der zentralen Motoneurone, deren Axone primär zum Rückenmark ziehen (über den Corticospinaltrakt). Nur im primären motorischen Cortex kommen die Betz-Riesenzellen vor, besonders große Motoneurone, deren Axone ohne vorherige synaptische Umschaltung direkt zu den Motoneuronen im Vorderhorn des Rückenmarks ziehen.
