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Haptik
Haptische Wahrnehmung beruht auf den Sinneszellen der Haut und der Tiefensensibilität. Sie ist ein aktiver Prozess, über den sich Form, Struktur, Gewicht, Temperatur etc. eines Objekts erkunden lassen. Haptik ist die „Wissenschaft des Berührbaren“.
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Helligkeit
Die Helligkeit ist eine der Wahrnehmungsdimensionen des Sehens: die Wahrnehmung der Lichtintensität. Sie beeinflusst die Größe der Pupille.
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Hyperbinding
Ein Erklärungsmodell für das Phänomen der Synästhesie. Betroffene beziehen verschiedene Aspekte der Wahrnehmung wie Formen, Farben, Klänge und Düfte so stark aufeinander, dass sie diese zeitweilig als Einheit erleben. In gewissem Maße tritt diese „Bindung“ bei allen Menschen auf. Bei Synästhetikern ist sie jedoch besonders ausgeprägt und entsteht auch in Bereichen des Wahrnehmungsspektrums, welche die meisten Menschen nicht miteinander in Verbindung bringen würden.
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Hyperkomplexe Zelle
Eine Nervenzelle im primären visuellen Cortex, die am stärksten auf kurze, bewegte Linien oder Ecken in ihrem rezeptiven Feld reagiert. Sie zeigt End-Stopping, das heißt, die Reaktionsstärke nimmt ab, wenn der Stimulus länger wird als optimal. Hyperkomplexe Zellen sind empfindlich für die Orientierung und Bewegungsrichtung des Stimulus und tragen zur Wahrnehmung von Kanten, Ecken und Kurven bei.
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Merkel-Zellen
Merkel-Zellen sind langsam adaptierende Mechanorezeptoren der Haut. Sie reagieren auf kontinuierlichen Druck und sind wichtig für die Wahrnehmung von Form, Kanten und feinen Details.
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parvozellulär
„Parvus“ bedeutet „klein“. Im Corpus geniculatum laterale, der Umschaltstation für visuelle Reize im Thalamus, werden die äußeren vier Schichten als parvocellulär bezeichnet, da sie im Gegensatz zu den magnocellulären zellschichten kleine Zellkörper besitzen. Das parvocelluläre System übermittelt Informationen zur Wahrnehmung von Farbe und feinen Details.
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Priming
Priming bezeichnet die Beeinflussung von Wahrnehmung, Reaktionen oder Gedächtnisinhalten durch vorhergehende Erfahrung. Dabei wird oft ein Reiz (z. B. ein Wort, ein Bild oder ein Symbol) präsentiert, oft unbewusst oder unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Obwohl die Person diesen Reiz nicht bewusst wahrnimmt, wirkt er auf die Verarbeitung nachfolgender Reize: Beispielsweise werden Reaktionen schneller oder Gedächtnisinhalte leichter abgerufen..
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Sehbahn
Als Sehbahn wird die Verschaltung der an der visuellen Wahrnehmung beteiligten Nervenzellen bezeichnet. Bei Säugetieren zieht sie von den retinalen Ganglienzellen im Auge – als Sehnerv zum Chiasma opticum, dann als Sehtrakt – über die einzige Umschaltstelle im Corpus geniculatum laterale zum primären visuellen Cortex.
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Superiorer temporaler Sulcus
Der Sulcus temporalis superior ist die oberste Furche des Temporallappens und liegt unterhalb der Sylvischen Fissur. Sie trennt den Gyrus temporalis superior vom Gyrus temporalis medius. Funktionell ist der Bereich an auditorischen Prozessen, Sprachverarbeitung und der Wahrnehmung sozial relevanter Informationen beteiligt.
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Visuelle Agnosie
Agnosie kann mit Nicht-erkennen übersetzt werden. Es bezeichnet Ausfälle der visuellen Wahrnehmung, ohne dass eine Blindheit vorliegt. Der Begriff stammt von Siegmund Freud. Beispiele für visuelle Agnosien sind die Prosopagnosie (Gesichtsagnosie) oder die Objektagnosie.
