Suche
-
- Glossar
Neurofibrillen
Als Neurofibrillen bezeichnet man in Nervenzellen feine faserige Strukturen, die überwiegend aus Neurofilamenten (einer Form der Intermediärfilamente) sowie weiteren Komponenten des Zytoskeletts bestehen. Sie verlaufen in Bündeln durch den Zellkörper und die Fortsätze von Neuronen und tragen wesentlich zur Stabilisierung und Formgebung der Nervenzelle bei. Bereits im frühen Embryo treten sie als charakteristische Merkmale von Neuronen auf. Bei der Alzheimer-Erkrankung kommt es zu tiefgreifenden Veränderungen zytoskelettaler Strukturen: Das Protein Tau, das normalerweise Mikrotubuli stabilisiert, wird übermäßig phosphoryliert, löst sich von den Mikrotubuli und lagert sich zu den typischen Neurofibrillären Tangles (fibrillären Bündeln) zusammen. Diese sind ein zentrales pathologisches Kennzeichen der Erkrankung.
-
- Aktuell
- Frage an das Gehirn
Wie schützt man sich vor Demenz?
Die Oma ist in hohem Alter daran erkrankt. Die Enkel – Mitte 50 – fragen: Wie können wir selbst so ein Ende für uns verhindern?
27.05.2019
-
- Glossar
Mikrotubuli
Mikrotubuli gehören zu den Hauptbestandteilen des Zytoskeletts, das der Zelle Stabilität und Halt verleiht. Sie bestehen aus vielen Kopien der Proteine Alpha– und Beta-Tubulin, welche sich paarweise zu Röhren mit einem Durchmesser von 20 bis 30 Nanometern zusammenlagern. Neben ihrer Stützfunktion spielen Mikrotubuli eine wichtige Rolle beim Transport von Botenstoffen durch die Zelle. An ihnen hangeln sich beispielsweise in den Neuronen mit Neurotransmitter gefüllte Bläschen zu den Synapsen. In den Nervenzellen des Gehirns von Alzheimer-Patienten kann ein Protein namens Tau die Mikrotubuli nicht mehr richtig stabilisieren. In der Folge zersetzen sie sich, was entscheidend zur Entwicklung der Demenzerkrankung beiträgt.
-
- Krankheiten
- Morbus Alzheimer
Schleichend zum Vergessen
Nach einer langen asymptomatischen Phase schreitet die Alzheimer-Demenz in drei Stadien fort
20.09.2013


