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Weiße Substanz
Als weiße Substanz werden die markhaltigen Fasern des Nervensystems bezeichnet, die von einem Neuron zu einem anderen ziehen. Die weiße Färbung wird durch die Myelinumhüllung der Fasern verursacht.
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Williams-Beuren-Syndrom
Beim Williams-Beuren-Syndrom handelt es sich um eine seltene Entwicklungsstörung, die genetisch bedingt ist. Den Betroffenen fehlen 26-28 Gene auf Chromosom 7. Eines dieser Gene ist entscheidend für die Entstehung des Bindegewebes, weshalb sich dieses bei Menschen mit Williams-Beuren-Syndrom nicht richtig ausbilden kann. Weitere Charakteristika sind vorstehende Wangenknochen, eine kugelige Nase und meist leichte bis mäßige kognitive Beeinträchtigung, während sprachliche Fähigkeiten und soziale Interaktion oft relativ stark ausgeprägt sind.
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Wo-Bahn
Die Wo-Bahn (dorsale visuelle Verarbeitungsbahn) ist der Teil der visuellen Informationsverarbeitung, der für die räumliche Lokalisierung von Objekten und die Wahrnehmung von Bewegung zuständig ist. Sie leitet visuelle Informationen vom primären visuellen Cortex (V1) und den sekundären visuellen Arealen (V2, V3) in die Parietallappen, wo die räumliche Orientierung, Bewegungsanalyse und Handlungsplanung erfolgt.
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Zapfen
Die Zapfen sind eine Art von Fotorezeptoren der Netzhaut. Die drei unterschiedlichen S-, M– und L-Zapfen sind jeweils durch kurz-, mittel und langwellige Frequenzen des sichtbaren Lichts erregbar und ermöglichen so Farbsehen. Sie sind im Bereich der Fovea hochkonzentriert und ermöglichen das scharfe Sehen.
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Zerebellärer Cortex
Die Rinde des Kleinhirns, die ebenso wie die des Großhirns aus grauer Substanz, aus Nervenzellen aufgebaut ist. Sie besteht aus drei Schichten und ist sehr stark gefaltet, wodurch sogenannte Foliae, Blätter entstehen.
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Ziliarmuskel
Der Ziliarmuskel verändert durch seine Aktivität über die Zonulafasern die Krümmung der Linse und ermöglicht so die Akkommodation (Anpassung).
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Zona incerta
Zona incerta — der Name stammt von Auguste Forel und bedeutet, dass man über diesen Kern des Diencephalons nichts sicheres sagen kann. Das war 1877 und seitdem wurde immerhin entdeckt, dass die Zona incerta im gesamten Gehirn sehr gut vernetzt ist. Aber ihre Funktion bleibt unbekannt.
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Zonulafasern
Die Zonulafasern liegen radiär (strahlenförmig angeordnet) um die Linse des Auges und verbinden diese mit dem Ziliarmuskel.
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Zwangsstörungen
Diese Bezeichnung fasst neuropsychiatrische Erkrankungen zusammen, die sich einerseits in Form von Zwangsgedanken und andererseits in Form von Zwangshandlungen manifestieren. Die Betroffenen haben beispielsweise den Drang, sich ständig wiederkehrenden, meist angstvollen Gedanken zu widmen, sich übermäßig oft zu waschen oder ihre Mitmenschen unverhältmismäßig stark zu kontrollieren. Während Neurowissenschaftler Zwangsstörungen früher rein psychologisch zu erklären versuchten, ist man mittlerweile davon überzeugt, dass auch einige biologische Faktoren zu ihrer Entstehung beitragen, wie etwa ein gestörter Stoffwechsel verschiedener Neurotransmitter im Gehirn.
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Zwillingsstudien
Zwillingspaare stellen wertvolle Studienobjekte für Humangenetiker und Psychologen dar, die herausfinden wollen, zu welchem Grad bestimmte Eigenschaften genetisch bedingt sind und welche Rolle die Umweltbedingungen spielen. Hier ist von besonderem Interesse, um wie viel ähnlicher sich eineiige Zwillinge im Vergleich zu zweieigen Zwillingen sind. Das Ausmaß genetischer Ähnlichkeit unterscheidet sich zwischen eineiigen (100%) und zweieiigen Zwillingen (50%). Sie leben aber in einer ähnlichen Umwelt, daher kann man aus dem Ausmaß der stärkeren Ähnlichkeit bei eineiigen im Vergleich zu zweieiigen Zwillingen den genetischen Anteil von Eigenschaften wie bspw. Intelligenz schätzen. In diesem Fall wurde er, je nach Studie, zwischen 50 und 80 Prozent beziffert – je nachdem, ob die Umweltunterschiede in der Population (Gesundheitsversorgung, Zugang zu Bildung) groß oder klein sind.
