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Vestibulo-okulärer Reflex
Drehen wir den Kopf, bewegen sich die Augen automatisch in die entgegengesetzte Richtung. Dieser Reflex bewirkt, dass auch bei schnellen Kopfbewegungen ein stabiles Bild auf der Netzhaut entsteht. Ermöglicht wird das durch die Verschaltung der Bogengänge des Gleichgewichtsapparates mit den Nervenkernen der Augenmuskeln im Hirnstamm.
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Vierhügelplatte
Eine Struktur am Mittelhirn, die aus zwei Hügelpaaren besteht, den oberen Colliculi superiores und den unteren Colliculi inferiores.
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Visuelle Agnosie
Agnosie kann mit Nicht-erkennen übersetzt werden. Es bezeichnet Ausfälle der visuellen Wahrnehmung, ohne dass eine Blindheit vorliegt. Der Begriff stammt von Siegmund Freud. Beispiele für visuelle Agnosien sind die Prosopagnosie (Gesichtsagnosie) oder die Objektagnosie.
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Visuelle Assoziationscortices
Als visuelle Assoziationscortices werden die Bereiche bezeichnet, die nicht der primären visuellen Verarbeitung dienen, aber stark an der Interpretation und Integration visueller Informationen beteiligt sind. Sie verarbeiten z. B. Form, Farbe, Bewegung oder räumliche Orientierung und leiten Informationen entlang der Was-Bahn (ventral) für Objekterkennung und der Wo-/Wie-Bahn (dorsal) für räumliche Verarbeitung und Handlungskontrolle weiter.
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Visuelle Invarianz
Dieser Begriff bezeichnet eine phänomenale Fähigkeit unseres Gehirns: Es ist in der Lage, ein und dasselbe Objekt immer wiederzuerkennen – egal aus welchem Blickwinkel wir es betrachten und weitgehend unabhängig davon, wie stark sich das Objekt in der Zwischenzeit verändert hat.
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Visueller Cortex
Als visueller Cortex werden die Bereiche des Occipitallappens bezeichnet, die mit der Verarbeitung visueller Information befasst sind. Dazu gehören der primäre visuelle Cortex und die assoziativen visuellen Cortices V1 bis V5. Nach Brodmann umfasst der visuelle Cortex die Areale 17, 18 und 19.
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Visuelles System
Das visuelle System ist der Teil des Nervensystems, der visuelle Information verarbeitet. Es umfasst v.a. das Auge, den Sehnerv, das Chiasma opticum, den Sehtrakt, den Corpus geniculatum laterale, die Sehstrahlung, den primären visuellen Cortex und die visuellen Assoziationscortices.
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Volition
Dieser Begriff der Psychologie beschreibt den kognitiven Prozess, in dem ein Individuum sich für eine Handlung entscheidet und sie ausführt. Vereinfacht kann man Volition auch als Willensakt oder handlungsinitiierenden Willen beschreiben.
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Wahrnehmung
Der Begriff beschreibt den komplexen Prozess der Informationsgewinnung und –verarbeitung von Reizen aus der Umwelt sowie von inneren Zuständen eines Lebewesens. Das Gehirn kombiniert die Informationen, die teils bewusst und teils unbewusst wahrgenommen werden, zu einem subjektiv sinnvollen Gesamteindruck. Wenn die Daten, die es von den Sinnesorganen erhält, hierfür nicht ausreichen, ergänzt es diese mit Erfahrungswerten. Dies kann zu Fehlinterpretationen führen und erklärt, warum wir optischen Täuschungen erliegen oder auf Zaubertricks hereinfallen.
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Was-Bahn
Der Teil der visuellen Verarbeitungsbahn, der mit Größe, Form, Farbe und schlussendlich mit Objekterkennung befasst ist. Die Was-Bahn verläuft von V1 und V2 in die Areale des Temporallappens.
