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Stigma
Der Begriff bezeichnet eine Eigenschaft, die von der Gesellschaft oder von einer Gruppe als negativ bewertet wird und die zur Diskreditierung von Personen führt, welche diese Eigenschaft aufweisen. Stigmata können sich beispielsweise auf Mitglieder bestimmter Ethnien oder soziale Randgruppen beziehen. Auch die Diagnose einer psychischen Störung oder einer Krankheit wie AIDS kann abhängig vom sozialem Umfeld mit einer Stigmatisisierung einhergehen.
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Stresshormonsystem
Bei der Stressantwort arbeiten das sympathische Nervensystem und eine Reihe von Hormondrüsen – der Hypothalamus, die Hypophyse und die Nebennierenrinde – zusammen, um den Organismus auf erhöhte Anforderungen vorzubereiten. Das sympathische Nervensystem nutzt die Hormone Adrenalin und Noradrenalin als Botenstoffe. Durch deren Aktivität steigen Atem– und Herzfrequenz an; gleichzeitig wird die Muskulatur besser durchblutet. Während der Stressreaktion schüttet die Nebennierenrinde das Hormon Cortisol aus. Es wirkt über negative Rückkopplung auf Hypothalamus und Hypophyse und bremst so die weitere Cortisolfreisetzung. Wenn der Stressor nachlässt und der Sympathikustonus zurückgeht, kann der Parasympathikus wieder die Oberhand gewinnen und den Organismus in den Ruhezustand führen.
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Striatum
Das Striatum ist eine zentrale Struktur der Basalganglien. Es setzt sich aus Nucleus caudatus und Putamen zusammen; der Nucleus accumbens zählt als ventraler Anteil funktionell ebenfalls dazu. Als wichtigste Eingangsstruktur der Basalganglien spielt das Striatum eine wesentliche Rolle bei der Steuerung von Bewegungsabläufen sowie bei Kognition, Motivationsvorgängen und im Rahmen des Belohnungssystems.
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Subiculum
Das Übergangsgebiet zwischen Ammonshorn und dem entorhinalen Cortex wird als Subiculum bezeichnet.
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Substantia nigra
Ein Kernkomplex im ventralen Mesencephalon, der eine zentrale Rolle bei der Bewegungseinleitung und -modulation spielt. Sie erscheint aufgrund von Neuromelanin dunkel. Ihre dopaminergen Neurone projizieren über die nigrostriatalen Bahnen zum Putamen und Nucleus caudatus. Ein Ausfall dieser Neurone führt zu den typischen Symptomen des Morbus Parkinson.
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Substanz P
Substanz P ist ein Neuropeptid, das als Neurotransmitter wirkt und zur Neurokinin-Familie gehört. Hohe Konzentrationen finden sich im dorsalen Horn des Rückenmarks, wo es an der Schmerzmodulation beteiligt ist.
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Subthalamischer Kern
Der Nucleus subthalamicus ist zwar ein Kern des Subthalamus im Diencephalon, funktionell jedoch eng in die motorische Steuerung der Basalganglien eingebunden. Er spielt eine Rolle bei Impulskontrolle, Bewegungssteuerung und Hemmung unerwünschter Bewegungen. Seine Schädigung kann vorübergehend zu unkontrollierten, wurfartigen Bewegungen der Extremitäten führen – dem Ballismus. Sowohl bei Zwangsstörungen als auch im Falle von Pakinson haben Ärzte bereits Behandlungserfolge erzielt, indem sie diese Region durch ein Neuroimplantat künstlich stimulierten.
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Subthalamus
Der Subthalamus ist ein Bereich des Diencephalons, der ventral unterhalb des Thalamus liegt. Er umfasst den Nucleus subthalamicus, der funktionell zum Basalgangliennetzwerk gehört. Der Subthalamus spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation und Hemmung von Bewegungsabläufen sowie bei der Impulskontrolle.
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Sulcus calcarinus
Großhirnfurche, die den medianen, nach innen gelegenen Anteil des Occipitallappens unterteilt.
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Superiorer temporaler Sulcus
Der Sulcus temporalis superior ist die oberste Furche des Temporallappens und liegt unterhalb der Sylvischen Fissur. Sie trennt den Gyrus temporalis superior vom Gyrus temporalis medius. Funktionell ist der Bereich an auditorischen Prozessen, Sprachverarbeitung und der Wahrnehmung sozial relevanter Informationen beteiligt.
