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Limbisches System
Das limbische System ist eine Funktionseinheit im Gehirn. Es besteht aus verknüpften Strukturen, v.a. im Groß- und Zwischenhirn. Die dem System zugeordneten Strukturen variieren je nach Quelle, wichtigste Bestandteile sind Hippocampus, Amygdala, Gyrus cinguli, Septum und Mamillarkörper. Das limbische System ist beteiligt an autonomen und viszeralen Prozessen sowie an Mechanismen von Emotion, Gedächtnis und Lernen. Von einigen Autoren wird das limbische System fälschlicherweise mit der Bezeichnung „emotionales Gehirn“ auf die Gefühlswelt reduziert.
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Linse
Die Augenlinse ist eine transparente, flexible Struktur, die durch ihren unterschiedlichen Krümmungsgrad (siehe dazu Ziliarmuskel und Zonulafasern) den Prozess der Akkomodation (das Fokussieren) und damit scharfes Sehen in verschiedenen Entfernungen ermöglicht, v.a. im Nahbereich.
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Lobus flocculonodularis
Der Lobus flocculonodularis ist ein antero-inferior gelegener Bereich des Kleinhirns. Er umfasst die beiden Strukturen Nodulus (Knötchen) und Flocculus (Flöckchen). Er ist an Gleichgewicht und räumlicher Orientierung beteiligt und an der Stabilisierung und Steuerung der Augenbewegungen. Er entspricht dem Vestibulocerebellum.
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Loci-Merktechnik
Eine Methode des Memorierens, bei der einzelne Inhalte – eines Vortrages zum Beispiel – bestimmten Orten auf einem bekannten Weg zugeordnet werden. Für den Abruf der Gedächtnisinhalte während des Vortrags wird dieser Weg im Geist abgegangen und die Inhalte in der entsprechenden Reihenfolge vorgetragen.
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Luzider Traum
Während eines luziden Traumes ist sich der Träumende seines Zustandes bewusst und in der Lage, seine Handlungen zu steuern. Obwohl schon Aristoteles von diesem Phänomen berichtete und bis zu 80 Prozent aller Menschen angeben, schon einmal luzide geträumt zu haben, zweifelten Schlafforscher bis zum Ende der sechziger Jahre an der Existenz dieses Phänomens. Die meisten Beobachtungen von Klarträumen stammen aus der Phase des REM-Schlafes. Wissenschaftler haben festgestellt, dass luzide Träume mit einer veränderten Aktivität des präfrontalen Cortex einhergehen, der für die kritische Bewertung von Ereignissen zuständig ist. Luzides Träumen lässt sich erlernen und findet mittlerweile auch Anwendung in der Therapie, beispielsweise bei der Behandlung von Albträumen.
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Maculaorgane
Gemeinsam mit den Bogengängen bilden die Maculaorgane den Gleichgewichtsapparat im Innenohr von Wirbeltieren. Sie bestehen aus zwei senkrecht zueinander stehenden Strukturen, dem Sacculus und dem Utriculus. Diese Ausrichtung versetzt die Maculaorgane in die Lage, geradlinige Beschleunigungen des Körpers im Raum in allen drei Raumachsen wahrzunehmen: unten-oben, vorne-hinten, links und rechts.
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Magnetresonanztomographie
Ein bildgebendes Verfahren, das Mediziner zur Diagnose verschiedener Erkrankungen und Fehlbildungen in unterschiedlichen Geweben oder Organen des Körpers einsetzen. Die Methode wird umgangssprachlich auch Kernspin genannt. Sie beruht darauf, dass die Kerne mancher Atome einen Eigendrehimpuls besitzen, der sich im starken Magnetfeld ausrichtet. Diese Eigenschaft trifft unter anderem auf Wasserstoff zu. Deshalb können Gewebe, die viel Wasser enthalten, besonders gut dargestellt werden. Abkürzung: MRT.
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Manisch
Eine psychische Störung, die sich durch eine Veränderung der Stimmungslage auszeichnet. Manische Personen sind extrem rastlos. Symptome können auch übersteigertes Selbstbewusstsein, Rededrang, vermindertes Schlafbedürfnis und Impulsivität umfassen. Am häufigsten manifestiert sich eine Manie als Teil einer bipolaren Störung, bei der manische und depressive Phasen einander abwechseln. Dieses Krankheitsbild geht damit einher, dass die verschiedene Neurotransmitter im Gehirn aus dem Gleichgewicht geraten sind. Dementsprechend behandeln Psychiater Manien häufig mit Neuroleptika, welche die Wirkung der Neurotransmitter abschwächen sollen.
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Mechanorezeptor
Mechanorezeptoren sind Sensoren die speziell auf Druck, Berührung, Vibration oder Dehnung reagieren. Sie kommen in der Haut, aber auch in Muskeln und Sehnen vor und sind auf unterschiedliche Reize spezialisiert.
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medial
Eine Lagebezeichnung – medial bedeutet „zur Mitte hin“ gelegen. Im Bezug auf das Nervensystem handelt es sich um eine Richtung zum Körper hin, weg von den Seiten.
