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Endknöpfchen
Das Ende eines Axons (langer, faserartiger Fortsatz) einer Nervenzelle wird als Endknöpfchen bezeichnet, sofern es präsynaptischer Teil einer Synapse ist. Das Endknöpfchen ist eine kugelförmige Verdickung in dessen Innerem sich Vesikel (Bläschen) befinden, die Neurotransmitter (chemische Botenstoffe des Gehirns) speichern.
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Endorphine
Abkürzung für endogene Morphine, also für Morphine, die vom Körper selbst gebildet werden. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Unterdrückung und Linderung von Schmerzen. Auch an Euphorie (Hochgefühl) sind sie beteiligt.
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Engramm
Ein Engramm, auch als Gedächtnisspur bezeichnet, ist eine neuronale Entsprechung von Gedächtnisinhalten. Es wird vermutet, dass Lernprozesse auf strukturellen Veränderungen an synaptischen Verbindungen von Neuronen beruhen.
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Epigenetik
Mit dem Begriff „Epigenetik“ fassen Biologen alle Prozesse zusammen, die die Genaktivität eines Organismus beeinflussen, ohne dass die Abfolge der DNA-Bausteine verändert wird. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass die Zelle bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz chemisch modifiziert und sie auf diese Weise dauerhaft oder vorübergehend stilllegt. So haben Frauen zwar in jeder Körperzelle zwei X-Chromosomen vorliegen; jeweils eines davon ist aber so fest verpackt, dass es nicht in Aktion tritt.
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Epiphyse
Die Epiphyse (Zirbeldrüse) ist ein unpaariger Bestandteil des Epithalamus (Teil des Zwischenhirns). Es handelt sich um eine Drüse, die Melatonin ausschüttet. Über die Epiphyse wird unter anderem die „innere Uhr“ gesteuert.
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Episodisches Gedächtnis
Das episodische Gedächtnis ist eine Form des deklarativen Langzeitgedächtnisses. Es beinhaltet die eigene Biographie, also wichtige Erlebnisse und Erfahrungen der Vergangenheit inklusive ihrer Verortung in Raum und Zeit sowie dem Gefühl, die Erfahrung selbst gemacht zu haben.
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Epithalamus
Ein hinter dem Thalamus (größter Teil des Zwischenhirns) gelegener Teil des Diencephalons (Zwischenhirn). Zu ihm gehören unter anderem die Habenulae und die Epiphyse.
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Erregungsschwelle
Damit ein Aktionspotenzial ausgelöst wird, muss das Membranpotential am Axonhügel eines Neurons den Schwellenwert von etwa –50 mV (relativ zum Ruhepotential von –70 mV) überschreiten. Dies ist die Erregungsschwelle. Bleibt die Depolarisation darunter, wird kein Aktionspotenzial ausgelöst.
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Exekutive Funktionen
Die Hirnforschung beschreibt mit dem Begriff Exekutive Funktionen die „höheren“ mentalen Fähigkeiten von Lebewesen. Dazu gehören zum Beispiel die gezielte Aufmerksamkeit, die Planung von Handlungen, Fehlerkorrektur, Entscheidungen, Impulskontrolle und emotionale Regulation.
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Extinktion
Bei der Extinktion wird ein zuvor konditionierter Reiz mehrfach ohne die ursprünglich gekoppelte Verstärkung präsentiert, bis die konditionierte Reaktion nachlässt. Bspw. hat ein Hund gelernt, dass das Klingeln einer Glocke das Futter ankündigt (konditionierter Reiz → konditionierte Speichelreaktion). Bei der Extinktion wird die Glocke nun mehrfach geläutet, ohne dass Futter folgt. Nach einigen Wiederholungen hört der Hund auf, beim Klingeln zu sabbern: die konditionierte Reaktion lässt nach. Diese Abnahme der Reaktion lässt sich auch auf synaptischer Ebene nachweisen, etwa durch Verringerung der Neurotransmitterfreisetzung.
