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Editorial
Computer-Hirn-Schnittstelle

Computer-Hirn-Schnittstelle

Morgen ist heute gestern

Die Mondlandung, der Cyberspace, das iPhone: nur drei Entwicklungen unter vielen, die aus phantasievollen Geschichten heraus direkt in unser Leben gekommen sind. Sollte dieser Trend auch für die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine gelten, gehen wir interessanten Zeiten entgegen: Stecker hinter dem Ohr verbinden uns mit Datenbankwelten. Ein Nachfolger des WLAN ermöglicht uns, künstliche Körperteile zu steuern, notfalls auch zwei Milchstraßen weiter. Und am Körper ist so ungefähr alles ersetzbar. Auch das Gehirn, ein Backup vorausgesetzt.

Fraglos sind wir von dieser Zukunft noch ein ganzes Stück entfernt. Doch die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ist schon heute Realität. Gehirnströme steuern Cursor; Chips auf dem Cortex helfen, E-Mails zu schreiben; Ratten betreiben eine Art von Telepathie. Viele Fragen sind noch offen, viele Probleme müssen noch gelöst werden, aber am Horizont lassen sich auch diesseits der Science-Fiction konkrete Anwendungen erkennen.

Allerdings stellt uns, was für Patienten in der Klinik ein echter Segen sein kann, andernorts vor ernsthafte ethische Fragen: etwa jene nach der menschlichen Würde und Identität oder jene nach den militärischen Einsatzmöglichkeiten. Was hingegen keine Frage ist: Computer-Hirn-Schnittstellen sind ein spannendes Thema mit dem Potenzial des alten chinesischen Fluches „Mögest Du in interessanten Zeiten leben".

Eine Einführung

Artikel
Mensch-Maschine-Kommunikation - so geht's
Menschen können lernen, ihre Hirnaktivität durch Vorstellungen zu lenken. Computer können lernen, in diesen Veränderungen Muster zu erkennen. Eine solche Computer-Hirn-Schnittstelle ist die direkteste Kommunikation von Mensch und Maschine.
Kommunikation per Badekappe
Einen Brief schreiben, ohne Stift und Tastatur? Flipper spielen, ohne einen Finger zu rühren? Das geht tatsächlich: mit Gedanken und einem EEG. Das ist die unblutige Variante von Computer-Hirn-Schnittstellen.
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Eine Vision für die nahe Zukunft: Gelähmte Menschen sollen wieder laufen können. Forscher entwickeln dafür Computer-Hirn-Schnittstellen mit Chips, die ins Gehirn implantiert werden. Und diese invasiven Schnittstellen bieten noch andere ...
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3D-Gehirn