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Editorial
Denn sie wissen nicht, was sie tun

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Die Pubertät ist für alle Beteiligte eine anstrengende Zeit
Und die schönste: prägend, unvergesslich, voller guter Musik

Der Pubertierende im Allgemeinen ist immer für einen Lacher gut. Kaum eine Komödie kommt ohne ihn aus – und ohne seine zahlreichen Nöte. Doch das Gehirn in dieser Phase hat noch andere Themen. Außer wild gewordenen Hormonen (und dem präferierten Geschlecht), Partys (und dem präferierten Geschlecht), Computerspielen / Apps / Whatsapp (bitte aktuellen Trend ankreuzen) (und dem präferierten Geschlecht) verfügt es zum Beispiel über deutlich mehr Synapsen. Aber eben auch über deutlich weniger Myelin im Präfrontalen Cortex, also die Substanz, die den Nervenfasern ihre Geschwindigkeit verleiht. An dem Ort, an dem es um all diese erwachsenen Fähigkeiten und Werte geht.

Das pubertierende Gehirn ist eine Großbaustelle. Zeigen Sie doch mal einem Zehnjährigen Bilder von emotionalen Gesichtern. Trauer, Wut, Freude – selbst ein Kind ist ziemlich gut darin, die Emotionen anderer zu lesen. Mit 11 wird es schlechter. Mit 12 wird es ganz schlecht und bis es wieder auf dem alten Stand ist, hat es einen Führerschein. Erst dann versteht der Teenager, den Sie gerade anschreien – weil er statt um 0:00 Uhr um 8:00 Uhr nach Hause kam, zum Beispiel –, dass Sie womöglich ein wenig erregt sind.

Wer Bücher über den Umgang mit Pubertierenden liest, findet vor allem einen Rat an die Eltern: Geben Sie niemals auf! Hier die Einführung von Nora Schultz.

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