Erfolgreich altern
Unser Gehirn: Milliarden von Neuronen und Gliazellen, funktionell aufs Feinste verzahnt mit Blutgefäßen und extrazellulärer Matrix, ermöglichen all unser Wahrnehmen, Denken und Handeln. Und für die meisten von uns funktioniert das sehr gut. Und das ist es auch, worauf es bei all den Proteinen, Ionenkanälen und Molekülen wirklich ankommt: Unser Gehirn muss funktionieren.
Leider wird es mit eingebauter Halbwertzeit geliefert: Irgendwann verlangsamen sich die Reflexe, das Gedächtnis bekommt erst Lücken, dann Risse, und manche von uns werden am Ende selbst ihre eigene Persönlichkeit vergessen. Doch einige haben Glück: So genannte Superager, die auch im hohen Alter noch über die kognitiven Fähigkeiten eines 50- oder 60-Jährigen verfügen – gerade so, als ob ihr Gehirn gut 30 Jahre jünger wäre als es laut Geburtsdatum ist. Dem DFG-Sonderforschungsbereich 1436 ist es gelungen, eine große Gruppe dieser Superager zur Mitarbeit bei seiner Forschung zu bewegen. Denn schlussendlich sind sie sind nicht nur für die Wissenschaft interessant, sondern für jeden von uns.
Was also einen Superager ausmacht – auch jenseits der genetischen Lotterie – erfahren Sie in diesem Thema. Eines wollen wir Ihnen hier schon verraten: Anstrengung spielt eine wichtige Rolle. Oder, wie es Nora Schultz in ihrem Artikel ▸ Das alte, gesunde Gehirn formuliert: Wer jung bleiben will, sollte sich auch so benehmen.