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Visuelle Invarianz
Dieser Begriff bezeichnet eine phänomenale Fähigkeit unseres Gehirns: Es ist in der Lage, ein und dasselbe Objekt immer wiederzuerkennen – egal aus welchem Blickwinkel wir es betrachten und weitgehend unabhängig davon, wie stark sich das Objekt in der Zwischenzeit verändert hat.
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Visueller Cortex
Als visueller Cortex werden die Bereiche des Occipitallappens bezeichnet, die mit der Verarbeitung visueller Information befasst sind. Dazu gehören der primäre visuelle Cortex und die assoziativen visuellen Cortices V1 bis V5. Nach Brodmann umfasst der visuelle Cortex die Areale 17, 18 und 19.
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Visuelles System
Das visuelle System ist der Teil des Nervensystems, der visuelle Information verarbeitet. Es umfasst v.a. das Auge, den Sehnerv, das Chiasma opticum, den Sehtrakt, den Corpus geniculatum laterale, die Sehstrahlung, den primären visuellen Cortex und die visuellen Assoziationscortices.
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Volition
Dieser Begriff der Psychologie beschreibt den kognitiven Prozess, in dem ein Individuum sich für eine Handlung entscheidet und sie ausführt. Vereinfacht kann man Volition auch als Willensakt oder handlungsinitiierenden Willen beschreiben.
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Wahrnehmung
Der Begriff beschreibt den komplexen Prozess der Informationsgewinnung und –verarbeitung von Reizen aus der Umwelt sowie von inneren Zuständen eines Lebewesens. Das Gehirn kombiniert die Informationen, die teils bewusst und teils unbewusst wahrgenommen werden, zu einem subjektiv sinnvollen Gesamteindruck. Wenn die Daten, die es von den Sinnesorganen erhält, hierfür nicht ausreichen, ergänzt es diese mit Erfahrungswerten. Dies kann zu Fehlinterpretationen führen und erklärt, warum wir optischen Täuschungen erliegen oder auf Zaubertricks hereinfallen.
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Was-Bahn
Der Teil der visuellen Verarbeitungsbahn, der mit Größe, Form, Farbe und schlussendlich mit Objekterkennung befasst ist. Die Was-Bahn verläuft von V1 und V2 in die Areale des Temporallappens.
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Weiße Substanz
Als weiße Substanz werden die markhaltigen Fasern des Nervensystems bezeichnet, die von einem Neuron zu einem anderen ziehen. Die weiße Färbung wird durch die Myelinumhüllung der Fasern verursacht.
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Williams-Beuren-Syndrom
Beim Williams-Beuren-Syndrom handelt es sich um eine seltene Entwicklungsstörung, die genetisch bedingt ist. Den Betroffenen fehlen 26-28 Gene auf Chromosom 7. Eines dieser Gene ist entscheidend für die Entstehung des Bindegewebes, weshalb sich dieses bei Menschen mit Williams-Beuren-Syndrom nicht richtig ausbilden kann. Weitere Charakteristika sind vorstehende Wangenknochen, eine kugelige Nase und meist leichte bis mäßige kognitive Beeinträchtigung, während sprachliche Fähigkeiten und soziale Interaktion oft relativ stark ausgeprägt sind.
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Wo-Bahn
Die Wo-Bahn (dorsale visuelle Verarbeitungsbahn) ist der Teil der visuellen Informationsverarbeitung, der für die räumliche Lokalisierung von Objekten und die Wahrnehmung von Bewegung zuständig ist. Sie leitet visuelle Informationen vom primären visuellen Cortex (V1) und den sekundären visuellen Arealen (V2, V3) in die Parietallappen, wo die räumliche Orientierung, Bewegungsanalyse und Handlungsplanung erfolgt.
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Zapfen
Die Zapfen sind eine Art von Fotorezeptoren der Netzhaut. Die drei unterschiedlichen S-, M– und L-Zapfen sind jeweils durch kurz-, mittel und langwellige Frequenzen des sichtbaren Lichts erregbar und ermöglichen so Farbsehen. Sie sind im Bereich der Fovea hochkonzentriert und ermöglichen das scharfe Sehen.
