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Ventromedialer präfrontaler Cortex
Anatomisch gehört der ventromediale präfrontale Cortex zum Stirnlappen der Großhirnrinde. Bei manchen Patienten mit Problemen in der Entscheidungsfindung stoßen Neurowissenschaftler auf Läsionen in dieser Hirnregion. Der ventromediale präfrontale Cortex wird auch dann aktiv, wenn wir negative Emotionen wie etwa Schuldgefühle zu unterdrücken versuchen. Er erhält Signale von vielen anderen Hirnarealen und innerviert seinerseits Amygdala, Hypothalamus sowie mehrere Bereiche des Cortex.
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Vermis
Der Kleinhirnwurm ist eine unpaarige Struktur des Kleinhirns, auf der Mittellinie gelegen. Er erhält primär somatosensorische Eingänge.
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Vestibularapparat
Das Gleichgewichtsorgan ist Teil des Innenohres. Es hat seine Sensoren in den Bogengängen. Als Teil des Gleichgewichtssystems spürt er kreisförmige Umdrehungen (Rotationen), Beschleunigung und Schwerkraft (Gravitation) auf.
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Vestibulo-okulärer Reflex
Drehen wir den Kopf, bewegen sich die Augen automatisch in die entgegengesetzte Richtung. Dieser Reflex bewirkt, dass auch bei schnellen Kopfbewegungen ein stabiles Bild auf der Netzhaut entsteht. Ermöglicht wird das durch die Verschaltung der Bogengänge des Gleichgewichtsapparates mit den Nervenkernen der Augenmuskeln im Hirnstamm.
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Vierhügelplatte
Eine Struktur am Mittelhirn, die aus zwei Hügelpaaren besteht, den oberen Colliculi superiores und den unteren Colliculi inferiores.
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Visuelle Agnosie
Agnosie kann mit Nicht-erkennen übersetzt werden. Es bezeichnet Ausfälle der visuellen Wahrnehmung, ohne dass eine Blindheit vorliegt. Der Begriff stammt von Siegmund Freud. Beispiele für visuelle Agnosien sind die Prosopagnosie (Gesichtsagnosie) oder die Objektagnosie.
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Visuelle Assoziationscortices
Als visuelle Assoziationscortices werden die Bereiche bezeichnet, die nicht der primären visuellen Verarbeitung dienen, aber stark an der Interpretation und Integration visueller Informationen beteiligt sind. Sie verarbeiten z. B. Form, Farbe, Bewegung oder räumliche Orientierung und leiten Informationen entlang der Was-Bahn (ventral) für Objekterkennung und der Wo-/Wie-Bahn (dorsal) für räumliche Verarbeitung und Handlungskontrolle weiter.
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Visuelle Invarianz
Dieser Begriff bezeichnet eine phänomenale Fähigkeit unseres Gehirns: Es ist in der Lage, ein und dasselbe Objekt immer wiederzuerkennen – egal aus welchem Blickwinkel wir es betrachten und weitgehend unabhängig davon, wie stark sich das Objekt in der Zwischenzeit verändert hat. Diese Eigenschaft haben wir u.a. spezialisierten Nervenzellen des Temporallappens zu verdanken, den so genannten Jennifer-Aniston-Zellen.
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Visueller Cortex
Als visueller Cortex werden die Bereiche des Occipitallappens bezeichnet, die mit der Verarbeitung visueller Information befasst sind. Dazu gehören der primäre visuelle Cortex und die assoziativen visuellen Cortices V1 bis V5. Nach Brodmann umfasst der visuelle Cortex die Areale 17, 18 und 19.
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Visuelles System
Das visuelle System ist der Teil des Nervensystems, der visuelle Information verarbeitet. Es umfasst v.a. das Auge, den Sehnerv, das Chiasma opticum, den Sehtrakt, den Corpus geniculatum laterale, die Sehstrahlung, den primären visuellen Cortex und die visuellen Assoziationscortices.
