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Schlafstörungen
Ein Sammelbegriff für verschiedene Phänomene, die sich dadurch auszeichnen, dass die Betroffenen keinen erholsamen Schlaf haben. Hierzu können sowohl psychische als auch organische Ursachen beitragen. Die Symptome reichen von Problemen beim Einschlafen und Durchschlafen bis hin zu unerwünschten Verhaltensweisen im Schlaf wie etwa Schlafwandeln, ruhelose Beine beim Einschlafen („restless legs“), Atemaussetzer im Schlaf („Schlafapnoe“) etc. Schätzungen zufolge leiden in den westlichen Ländern bis zu 30 Prozent aller Erwachsenen an irgendeiner Form von Schlafstörung. Die Suche nach den Ursachen ist häufig kompliziert, eine Analyse im Schlaflabor die beste Untersuchungsmethode.
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Schlaganfall
Bei einem Schlaganfall wird das Gehirn oder Teile davon nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt, wodurch Sauerstoff- und Glukoseversorgung beeinträchtigt sind. Die häufigste Ursache ist ein Verschluss einer Arterie (ischämischer Schlaganfall), seltener eine Blutung (hämorrhagischer Schlaganfall). Typische Symptome sind plötzliche Sehstörungen, Schwindel, Lähmungen, Sprach- oder Sensibilitätsstörungen. Langfristige Folgen können verschiedene Gefühls-, Bewegungs- und kognitive Einschränkungen sein.
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Schlüssel-Schloss-Prinzip
Bezogen auf die Prozesse in einer Synapse bedeutet es, dass der chemische Botenstoff und sein Rezeptor zueinander passen müssen wie ein Schlüssel zu dem Schloss. Der Rezeptor „akzeptiert“ also nur einen ganz bestimmten Botenstoff.
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Schmerzgedächtnis
Ein akuter Schmerz kann chronisch werden, wenn er länger anhält oder das Nervensystem dauerhaft sensibilisiert wird. Aufgrund seiner Plastizität kann das Nervensystem dann schon auf leichte Reize mit Schmerz reagieren, selbst wenn diese normalerweise harmlos wären.
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Schuldfähigkeit
In neuroethischem Kontext ergibt sich das Thema „Schuldfähigkeit“ aus der Frage, ob der Mensch einen freien Willen besitzt: Nur wenn jemand eine Handlung aus freien Stücken begeht, lässt sich diese auch moralisch bewerten. Einige führende Neurowissenschaftler argumentieren auf der Basis ihrer Forschungsergebnisse, der Mensch besitze keinen freien Willen. Demnach seien selbst Straftäter nicht für ihre Handlungen verantwortlich. Würde sich diese Denkweise durchsetzen, so hätte dies neben moralischen auch erhebliche juristische Auswirkungen.
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Sehbahn
Als Sehbahn wird die Verschaltung der an der visuellen Wahrnehmung beteiligten Nervenzellen bezeichnet. Bei Säugetieren zieht sie von den retinalen Ganglienzellen im Auge – als Sehnerv zum Chiasma opticum, dann als Sehtrakt – über die einzige Umschaltstelle im Corpus geniculatum laterale zum primären visuellen Cortex.
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Sehnerv
Die Axone (lange faserartige Fortsätze) der retinalen Ganglienzellen bilden den Sehnerv, der das Auge auf der Rückseite an der Papille verlässt. Er umfasst ca. eine Million Axone und hat einen Durchmesser von ca. sieben Millimetern.
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Sehstrahlung
Die Sehstrahlung – nach ihrem Entdecker auch Gratiolet-Sehstrahlung – verteilt die visuellen Impulse vom Corpus geniculatum laterale auf den vergleichsweise sehr großen primären visuellen Cortex.
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Sehtrakt
Als Sehtrakt wird der Sehnerv bezeichnet, nachdem am Chiasma opticum die Hälfte der Fasern die Seite gewechselt hat. Er besteht allerdings immer noch aus den Axonen (langen faserartigen Fortsätzen) der retinalen Ganglienzellen. Der Sehtrakt mündet größtenteils in den Corpus geniculatum laterale, andere u.a. in den colliculi superiores.
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Sekretasen
Sekretasen sind Proteasen, die Proteine in kleinere Fragmente spalten, oft membranständig bei Transmembranproteinen. Durch die Spaltung entstehen intrazelluläre Fragmente, die als Signal wirken können, und extrazelluläre Fragmente, die in die Umgebung freigesetzt werden. Manche Proteine, wie das Amyloid-Vorläuferprotein (APP), bieten verschiedenen Sekretasen unterschiedliche Schnittstellen. Beta-Amyloid, der Hauptbestandteil seniler Plaques, entsteht, wenn APP zunächst von der β-Sekretase außerhalb der Membran und anschließend von der γ-Sekretase innerhalb der Membran geschnitten wird.
