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Hormon
Hormone sind chemische Botenstoffe im Körper. Sie dienen der meist langsamen Übermittlung von Informationen zwischen Organen und Zellen, z.B. der Regulation des Blutzuckerspiegels. Viele Hormone werden in Drüsenzellen gebildet und in das Blut abgegeben. Am Zielort, z.B. einem Organ, docken sie an Bindestellen an und lösen Prozesse im Inneren der Zelle aus. Hormone haben eine breitere Wirkung als Neurotransmitter, sie können verschiedene Funktionen in vielen Zellen des Körpers beeinflussen.
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Hörnerv
Die Haarzellen des Corti-Organs erregen Neurone des Spiralganglions, das im Hohlraum der Hörschnecke liegt. Deren Axone bilden den Hörnerv, der die elektrischen Impulse vom Innenohr ins Gehirn leitet. Gemeinsam mit dem Gleichgewichtsnerv (Nervus vestibularis) bildet der Hörnerv den VIII. Hirnnerv.
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Hornhaut
Die Hornhaut ist der vordere transparente Teil der äußeren Augenhaut. Sie ist bereits an der Lichtbrechung beteiligt, sorgt also dafür, dass das Abbild eines entfernten Objektes auf den Punkt des schärfsten Sehens der Netzhaut fällt.
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Hörstrahlung
Die Hörstrahlung ist ein Teil der Hörbahn, also der am Hören beteiligten Gebiete im Gehirn. Genauer der Teilbereich, der zwischen Thalamus und sensorischem Cortex liegt.
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Hyperbinding
Ein Erklärungsmodell für das Phänomen der Synästhesie. Betroffene beziehen verschiedene Aspekte der Wahrnehmung wie Formen, Farben, Klänge und Düfte so stark aufeinander, dass sie diese zeitweilig als Einheit erleben. In gewissem Maße tritt diese „Bindung“ bei allen Menschen auf. Bei Synästhetikern ist sie jedoch besonders ausgeprägt und entsteht auch in Bereichen des Wahrnehmungsspektrums, welche die meisten Menschen nicht miteinander in Verbindung bringen würden.
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Hyperkomplexe Zelle
Eine Nervenzelle im primären visuellen Cortex, die am stärksten auf kurze, bewegte Linien oder Ecken in ihrem rezeptiven Feld reagiert. Sie zeigt End-Stopping, das heißt, die Reaktionsstärke nimmt ab, wenn der Stimulus länger wird als optimal. Hyperkomplexe Zellen sind empfindlich für die Orientierung und Bewegungsrichtung des Stimulus und tragen zur Wahrnehmung von Kanten, Ecken und Kurven bei.
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Hypophyse
Die Hypophyse ist eine wichtige Hormondrüse im Körper. Sie hängt wie ein Tropfen unterhalb des Hypothalamus und ist nicht größer als eine Erbse. Die Hypophyse besteht aus zwei Teilen, dem Hypophysenvorderlappen (Adenohypophyse) und dem Hypophysenhinterlappen (Neurohypophyse). Der Vorderlappen der Hypophyse hat die besondere Eigenschaft, teilweise von der Blut-Hirn-Schranke ausgenommen zu sein, um Hormone direkt ins Blut abzugeben.
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Hypothalamus
Der Hypothalamus gilt als das Zentrum des autonomen Nervensystems, er steuert also viele motivationale Zustände und kontrolliert vegetative Aspekte wie Hunger, Durst oder Sexualverhalten. Als endokrine Drüse (die – im Gegensatz zu einer exokrinen Drüse – ihre Hormone ohne Ausführungsgang direkt ins Blut abgibt) produziert er zahlreiche Hormone, die teilweise die Hypophyse hemmen oder anregen, ihrerseits Hormone ins Blut abzugeben. In dieser Funktion spielt er auch bei der Reaktion auf Schmerz eine wichtige Rolle und ist in die Schmerzmodulation involviert.
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Ikonisches Gedächtnis
Ein Ultrakurzzeitgedächtnis für visuelle Inhalte. Diese werden passiv aufgenommen und bereits nach weniger als einer Sekunde wieder überschrieben.
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inferior
Eine anatomische Lagebezeichnung — inferior bedeutet weiter unten gelegen, der untere Teil.
