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Editorial
Ich

Ich

Gern mal schnell fotografiert, aber nur schwer zu beschreiben

Wenig hat die großen Denker aller Zeiten so beschäftigt wie die eigene Identität: Wo fängt das Ich an, wo hört es auf, und warum ist es immer wieder so sprunghaft? Denn wenn wir ehrlich sind, sind wir nicht sehr konsistent in Fühlen und Handeln. Da haben wir uns gerade als zuverlässig und stets ehrlich beschrieben und sind dann doch fremdgegangen. Spätestens beim Blick in den Spiegel brauchen wir eine gute Erklärung...

Die alten Griechen hatten eine: Übersprungshandlungen entstanden unter dem Einfluss übelmeinender Götter. Die drei großen Religionen Judentum, Christentum und Islam gaben uns mehr Autonomie, aber tiefer in Asien empfand man das eigene Ich als Illusion – eine spirituelle Position, der sich einige moderne Denker durchaus anschließen würden.

Handfester scheint da schon der eigene Körper – er definiert uns für unser Umfeld. Doch auch hier ist die Innenperspektive eine andere, zeigt sich das Gehirn dem Körper gegenüber nicht immer loyal und empfindet bisweilen selbst eine Gummihand als die eigene. Ist am Ende das körperliche Selbst genauso wie das geistige eine Illusion des Gehirns?

Womöglich ist das Ich eine Art Gefühl, eine Perspektive: meine Erinnerung, mein Arm, meine Werte. Ein Gefühl, das auch Schaden nehmen kann. Und dann gibt es noch die, die ihr Ich am besten in Kreuzworträtseln beschrieben sehen: Supermacht mit drei Buchstaben. Es gibt viele Sichtweisen. Wir versuchen uns an einer naturwissenschaftlichen Standortbestimmung.

Den Überblick in ein sehr komplexes Thema liefert Nora Schultz: Was ist dieses Ich?

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3D-Gehirn