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Glossar
Von A wie Acetylcholin bis Z wie Zonulafasern - im Glossar finden sich wichtige Begriffe rund um das Gehirn. Mit einer kurzen Erklärung und der Möglichkeit, sich alle Inhalte anzeigen zu lassen, die mit dem ausgewählten Begriff zu tun haben - von Texten, über Glossareinträge, Forschungsgruppen bis hin zu Videos und Animationen aus der Mediathek.
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Ohr Ohr/Auris/ear

Das Ohr ist nicht nur das Organ des Hörens, sondern auch des Gleichgewichts. Unterschieden werden das äußere Ohr mit Ohrmuschel und äußerem Gehörgang, das Mittelohr mit Trommelfell und den Gehörknöchelchen sowie das eigentliche Hör- und Gleichgewichtsorgan, das Innenohr mit der Gehörschnecke (Cochlea) und den Bogengängen.

Ohrkanal Ohrkanal/Meatus acusticus externus/external auditory canal

Schallwellen, die über die Ohrmuschel eingefangen werden, dringen in den Ohrkanal und versetzen an dessen Ende das Trommelfell in Schwingung.

Okzipitallappen Okzipitallappen/Lobus occipitalis/occipital lobe

Einer der vier großen Lappen der Großhirnrinde. Der Okzipital- oder Hinterhauptslappen liegt über dem Kleinhirn. Nach vorne grenzt er an den Scheitel- sowie an den Schläfenlappen an. Der Sulcus calcarinus unterteilt den Okzipitallappen in eine obere und eine untere Hälfte, den Cuneus und den Gyrus lingualis. Funktional findet in diesem Bereich des Gehirns die zentrale Verarbeitung visueller Informationen statt - sowohl die primäre als auch die sekundäre Sehrinde haben ihren Sitz im Okzipitallappen.

Olfaktorischer Cortex Olfaktorischer Cortex/-/olfactory cortex

Der ofaktorische Cortex umfasst die Strukturen des Großhirns, die für die Verarbeitung von Geruchsinformationen zuständig sind. Der primäre olfaktorische Cortex ist der präpiriforme Cortex, ein entwicklungsgeschichtlich alter Teil des Cortex (Paleocortex) mit dreischichtiger Struktur.

Oligodendrozyten Oligodendrozyten/-/oligodendrocytes

Zellen des Zentralen Nervensystems, die die Myelinscheide um die Nervenzellen bilden und so deren Leitungsgeschwindigkeit erhöhen. Sie gehören zu den Gliazellen.

Oligomer Oligomer/-/oligomer

Unter einem Oligomer verstehen Chemiker ein Molekül, das aus mehreren strukturell ähnlichen oder identischen Einheiten aufgebaut ist. Kollagen, der Hauptbestandteil unseres Bindegewebes, enthält drei Kopien desselben Proteins und dient hiermit als Beispiel aus der Biochemie. Übersteigt die Anzahl der Bausteine die Zahl 30, wie es etwa bei den Nukleotiden in der Erbsubstanz DNA der Fall ist, spricht man stattdessen von einem Polymer. Oligomere des Beta-Amyloids spielen möglicherweise eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung.

Oliven Olivenkernkomplexe/Complexus olivaris/olivary bodies

Bei den "Oliven" handelt es sich um zwei ovale Strukturen im unteren Bereich des Hirnstammes, in denen Ansammlungen von Nervenzellkörpern liegen. Die untere Olive verbindet das Großhirn mit dem Kleinhirn und spielt eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Motorik. Die obere Olive ist Teil der Hörbahn. Ihre Neurone können Laufzeit- und Pegelunterschiede zwischen rechtem und linkem Ohr auswerten und tragen so dazu bei, die Richtung von Schallquellen zu bestimmen.

Ontogenese Ontogenese/-/ontogeny

Entwicklung des Individuums von der befruchteten Eizelle zum erwachsenen Lebewesen.

Operante Konditionierung Operante Konditionierung/-/operant conditioning

Unter operanter Konditionierung versteht man die Beeinflussung eines gezeigten Verhaltens durch ein Resultat auf dieses Verhalten, z.B. durch sofortige Belohnung oder sofortige Bestrafung-.
Je nach dem Resultat (outcome) wird beim nächsten Mal wieder dasselbe oder eher ein anderes Verhalten an den Tag gelegt.

Operculum Operculum/Operculum/operculum

Rindengebiete von Frontal-, Schläfen- und Temporallappen an der seitlichen Innenfurche. Das Operculum bedeckt die Inselrinde.

Opsin Opsin/-/opsin

Eine Gruppe von Proteinen, die Licht einer bestimmter Wellenlängen absorbieren und so in den Zapfen der Netzhaut des Auges das Farbsehen ermöglichen. Beim Menschen kommen Rhodopsin, Porphyropsin, Iodopsin und Cyansopsin vor.

Orbitofrontaler Cortex Orbitofrontaler Cortex/-/orbitofrontal cortex

Windung im Bereich des orbitofrontalen Cortex der Großhirnrinde, die sich anatomisch etwa hinter den Augen befindet. Der orbitofrontale Cortex spielt eine entscheidende Rolle bei der Entscheidungsfindung und der Überwachung sozialer Interaktionen und entsprechend komplex ist er aufgebaut. Insgesamt besteht er aus vier verschiedenen Substrukturen: der mediale, laterale, anteriore und der posteriore Gyrus orbitalis sowie der Gyrus rectus.

Ortszellen Ortszellen/-/place cells

Pyramidenzellen des Hippocampus, die eine bestimmte Stelle in einer bestimmten Umgebung – zum Beispiel einen Abschnitts eines Labyrinths – codieren. Befindet sich ein Versuchstier im Zentrum dieses Bereichs, feuert die Zelle am stärksten. Ortszellen wurden 1971 von John O´Keefe und Jonathon Dostrovsky entdeckt.

Oszillation Oszillation/-/oscillation

Im Gehirn feuern große Neuronenverbände meist gleichzeitig – dadurch ist eine EEG-Messung erst möglich. Die Verarbeitungsprozesse von Neuronen sind synchronisiert und verlaufen in phasenhaften Schwingungen, den Oszillationen.

Oxytocin Oxytozin/-/oxytocin

Ein im Nucleus paraventricularis und im Nucleus supraopticus des Hypothalamus gebildetes Hormon, welches aus dem Hypophysenhinterlappen ins Blut ausgeschüttet wird. Es leitet bei der Geburt die Wehen ein und wird beim Stillen sowie beim Orgasmus ausgeschüttet. Es scheint die Paarbindung zu erhöhen und Vertrauen zu schaffen. Neuere Erkenntnisse weißen darauf hin, dass das oft als Kuschelhormon bezeichnete Oxytocin jedoch weitaus komplexer ist und seine Effekte auch eine Abgrenzung zur andern Gruppen (out-groups) beinhalten.

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