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Glossar
Von A wie Acetylcholin bis Z wie Zonulafasern - im Glossar finden sich wichtige Begriffe rund um das Gehirn. Mit einer kurzen Erklärung und der Möglichkeit, sich alle Inhalte anzeigen zu lassen, die mit dem ausgewählten Begriff zu tun haben - von Texten, über Glossareinträge, Forschungsgruppen bis hin zu Videos und Animationen aus der Mediathek.
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Deklaratives Gedächtnis Deklaratives Gedächtnis/-/declarative memory

Das deklarative Gedächtnis ist eine Form des Langzeitgedächtnisses. Basierend auf den Inhalten werden zwei Arten unterschieden. Das episodische Gedächtnis – also die Geschichten unseres Lebens – und das semantische Gedächtnis, also das Faktenwissen. Beiden gemeinsam ist, dass die jeweiligen Inhalte in Worte gefasst, also beschrieben werden können.

Demenz Demenz/Dementia/dementia

Demenz ist ein erworbenes Defizit kognitiver, aber auch sozialer, motorischer und emotionaler Fähigkeiten. Die bekannteste Form ist Alzheimer. "De mentia" bedeutet auf Deutsch "ohne Geist".

Dendrit Dendrit/-/dendrite

Baumartig verzweigter Bereich der Nervenzellen, dessen Fortsätze eine Art Antennenfunktion für die Aufnahme elektrischer Impulse von anderen Zellen haben.

Dendrititsche Dornen Dendrititische Dornen/-/dendritic spines

Pilz- oder knopfförmige Ausstülpungen auf Dendriten, an deren Spitze sich meist eine Synapse befindet, die der Ort der Kommunikation zwischen zwei Nervenzellen ist. Durch die Dornen erhöht sich die Oberfläche von Dendriten, die somit Platz für weitere Synapsen haben. Sie spielen eine wichtige Rolle in der synaptischen Plastizität. Die dentritische Dornen können an- und abschwellen, je nach Aktivierung.

Depolarisation Depolarisation/-/depolarisation

Die Abnahme des Membranpotenzials (Richtung 0 mV) aus dem Ruhepotenzial, welches zwischen dem Inneren der Zelle und dem Außenraum gemessen wird und eine Differenz von -70 mV aufweist.

Depression Depression/-/depression

Phasenhaft auftretende psychische Erkrankung, deren Hauptsymptome die traurige Verstimmung sowie der Verlust von Freude, Antrieb und Interesse sind.

Dermatom Dermatom/-/dermatome

Beschreibt ein Areal der Haut, das mit genau einem Spinalnerv (ein aus dem Rückenmark entspringender Nerv) verbunden ist.

Diencephalon Zwischenhirn/Diencephalon/diencephalon

Zum Diencephalon (Zwischenhirn) gehören unter anderem der Thalamus und der Hypothalamus. Gemeinsam mit dem Großhirn bildet es das Vorderhirn. Im Diencephalon finden sich Zentren für Sensorik, Emotion und zur Steuerung lebenswichtiger Funktionen wie Hunger und Durst.

Diffusions-Tensor-Bildgebung Diffusions-Tensor-Bildgebung/-/diffusion tensor imaging

Die Diffusions-Tensor-Bildgebung ist eine Form der Magnetresonanztomografie. Mit ihrer Hilfe können Forscher und Mediziner darstellen, wie sich Wasser über die Zeit im Raum verteilt, und so beispielsweise Nervenbahnen im Gehirn rekonstruieren. Bestimmte Veränderungen, wie sie etwa infolge eines Schlaganfalls entstehen, lassen sich mit Diffusions-Tensor-Bildgebung besser erkennen als mit klassischer Magnetresonanztomografie.

Dopamin Dopamin/-/dopamine

Dopamin ist ein wichtiger Botenstoff des zentralen Nervensystems, der in die Gruppe der Catecholamine gehört. Es spielt eine Rolle bei Motorik, Motivation, Emotion und kognitiven Prozessen. Störungen in der Funktion dieses Transmitters spielen eine Rolle bei vielen Erkrankungen des Gehirns, wie Schizophrenie, Depression, Parkinsonsche Krankheit, oder Substanzabhängigkeit.

dorsal dorsal/-/dorsal

Die Lagebezeichnung dorsal bedeutet „zum Rücken hin" gelegen. Im Bezug auf das Nervensystem handelt es sich um eine Richtung senkrecht zur neuralen Achse, also nach oben zum Kopf oder nach hinten.
Bei Tieren ohne aufrechten Gang ist die Bezeichnung einfacher, dort bedeutet sie immer zum Rücken hin. Durch den aufrechten Gang des Menschen knickt das Gehirn im Bezug auf das Rückenmark ab, wodurch dorsal zu „oben“ wird.

Dorsolateraler PFC Dorsolateraler präfrontaler Cortex/Cortex praefrontalis dorsolateralis/dorsolateral prefrontal cortex

Der dorsolaterale präfrontale Cortex ist der oben (dorsal) und seitlich (lateral) gelegene Teil des Stirnlappens. Er ist an der Planung und Regulation komplexer motorischer sowie intellektueller Handlungen beteiligt. Dazu scheint laut einem Experiment auch die Lüge zu gehören. Diese und weitere Fähigkeiten reguliert der dorsolaterale PFC in Abstimmung mit vielen weiteren Hirnbereichen, mit denen er eng verknüpft ist.

Duchenne-Lächeln Duchenne-Lächeln/-/Duchenne smile

Die Art von Lächeln, bei dem sich nicht nur die Mundwinkel nach oben ziehen, sondern auch die Augenringmuskeln für Lachfalten sorgen. Es gilt als das einzig echte, unverstellte Lächeln. Benannt nach dem gleichnamigen französischen Physiologen.

Dura mater Dura mater/Dura mater/dura mater

Äußere bindegewebige Gehirn- und Rückenmarkshaut.

Dysdiadochokinese Dysdiadochokinese/-/dysdiadochokinesia

Unter Dysdiadochokinese verstehen Mediziner die Einschränkung der Fähigkeit, rasch aufeinanderfolgende Bewegungen auszuführen. Die Störung geht meist mit Läsionen in Kleinhirn oder Frontallappen einher –  Hirnregionen, welche die Feinmotorik steuern. Ausgelöst werden derartige Läsionen häufig durch einen Schlaganfall.

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