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Editorial
Wege zum Heureka!

Wege zum Heureka!

Eine gute Frage ist genauso wichtig wie eine gute Antwort

Vor mehr als 2.200 Jahren rannte angeblich, laut „Heureka! schreiend“, ein nackter Archimedes durch Syrakus: Er hatte gerade ein wissenschaftliches Prinzip in der Badewanne entdeckt – und damit auch eine Methode, die nach wie vor im Schiffbau Anwendung findet. Heutzutage laufen kaum noch nackte Wissenschaftler durch die Straßen, doch die Euphorie bei der Entwicklung einer neuen Methode muss jedes Mal riesig sein. Denn all die Fragen, die wir an die Natur haben, können wir nur mit den geeigneten Methoden beantworten. Und neue Methoden ermöglichen umgekehrt neue Fragen.

Die Methoden der Hirnforschung sind in den letzten Jahrzehnten nachgerade explodiert: Bildgebende Verfahren wie MRT oder PET, die erstmals überhaupt das Fenster in ein lebendes, denkendes Gehirn öffneten. CLARITY, bei dem das Gewebe transparent wird. Und natürlich die Optogenetik, bei der sich schon Wege in die Therapie abzeichnen. Den Aficionado verblüffen sie mit unglaublichen Eindrücken, doch ihre gesellschaftliche Bedeutung geht weit über die reine Ästhetik hinaus: Neue Methoden bringen uns weiter. Nicht alle Methoden sind ohne Kritik, wie Sie in unserem Thema Neuroskeptizismus nachlesen können.

Doch selbst wenn sich die Forschung gelegentlich in der Interpretation verfahren sollte – der Zuwachs an Methoden hat uns Blicke auf den eigenen Geist eröffnet, die wir vorher nicht für möglich gehalten hätten.

Unser Methoden-Thema wächst ständig, wir beginnen mit dem Klassiker, der Mikroskopie.

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