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Editorial
Von Rausch und Sucht

Von Rausch und Sucht

Mehr fühlen, mehr können, alles vergessen:
Für jeden angestrebten Zustand gibt es die passende Droge

Seit seinen Anfängen sucht der Mensch, sein Menschsein zu überwinden. Mit den Göttern zu sprechen, nie endendes Glück zu erfahren, stark und tapfer zu sein oder Schmerzen zu ertragen. Die Natur stellt hier einiges zur Verfügung – rein zufällig hat sie so manches Molekül entwickelt, das im Gehirn geeignete Rezeptoren findet. Obwohl es dort eigentlich nichts zu suchen hat. Die Folgen sind erstaunlich, schrecklich, krankhaft, stilprägend:  Das Gedicht Kublai Khan von Samuel Taylor Coleridge, die Lieder der Doors – die menschliche Kultur wäre ärmer ohne den Rausch.

Doch die Realität ist hartnäckig und lässt sich auf Dauer nicht aussperren. Wer es trotzdem versucht, hängt über kurz oder lang an der Nadel der Sucht. Doch es ist nicht so, als sei der Mensch allein in seinem Hang zum Rausch: Durch die Savanne taumeln besoffene Elefanten, weit im Norden trippen Rentiere auf Fliegenpilzen.

Was die Evolution Millionen von Jahren gekostet hat, erledigen heute mehr oder minder ausgebildete Chemiker in Laboren, so düster, dass sich stilprägende Serien darin produzieren lassen. Entsprechend der allgegenwärtigen Kriminalität um das Thema haben wir einige Steckbriefe erstellt. Die schönste Droge von allen besprechen wir allerdings in einem anderen Thema: auch Verliebtsein ist ein Rausch. Und Liebeskummer der Entzug.

Eine Reise durch die berauschte Geschichte unternimmt unsere Autorin Manuela Lenzen.

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