Wie Stress das Lernen verschlechtert

27.02.2013. Forscher haben bei Mäusen einen molekularen Mechanismus gefunden, wie Stress das Lernvermögen verschlechtert. Es ist bekannt, dass Menschen wie auch viele Tiere schlechtere kognitive Leistungen zeigen, wenn sie zuvor eine kritische Situation erlebt haben. Wissenschaftler des Max-​Planck-​Instituts für Psychiatrie in München setzten Mäuse Stress aus, indem sie aggressive Artgenossen in ihre Käfige setzten. Acht Stunden später zeigte sich, dass die Tiere deutlich schlechter Veränderungen der Umgebung bemerkten. Die Forscher identifizierten nun ein Eiweißmolekül, das im direkten Zusammenhang zu der Verschlechterung des Lernvermögens steht: Homer1. Die Konzentration dieses Stoffes im Hippocampus nimmt bei Stress ab. Wenn nun in den Mäusehirnen die Homer1-​Konzentration wieder erhöht wurde, dann war trotz Stress die Lernfähigkeit so gut wie im Normalfall. Von Homer1 ist bekannt, dass es in den Synapsen die Aktivität des Glutamat-​Rezeptors beeinflusst. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 26.02.2013

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