Wie sich Stress im Gehirn auswirkt

19.01.2013. Stress in jungen Jahren kann die Hirnentwicklung beeinflussen und später zu psychiatrischen Erkrankungen führen. Ein japanisch-​amerikanisches Forscherteam ist im Rahmen einer Studie in “Science” einem möglichen Mechanismus dahinter auf die Spur gekommen. Bei Mäusen mit einer entsprechenden genetischen Veranlagung sorgte Stress für Symptome wie Hyperaktivität — mögliche Anzeichen psychischer Störungen. Bei diesen tierischen Probanden war der Pegel des Stresshormons Cortisol erhöht. Hingegen fiel in ihrem frontalen Cortex — wichtig unter anderem für Kognition und emotionale Kontrolle — der Dopaminspiegel vergleichsweise niedrig aus. Anomale Konzentrationen dieses Botenstoffs spielen eine Rolle bei psychischen Störungen wie Schizophrenie. Wie die Forscher herausfanden, behindert Cortisol offensichtlich die Aktivität eines bestimmtes Gens. Es stellt den Bauplan für das Enzym Tyrosinhydroxylase dar, das wiederum den Dopaminpegel beeinflusst. (cw)

Zur Studie

Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 18.01.2013

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