Wie man die „Nerven“ verliert

21.09.2013 Ein bestimmter Rezeptor im Gehirn spielt offensichtlich eine wichtige Rolle bei Alzheimer. Das berichtet ein Forscherteam in Science. Senile Plaques stehen schon länger im Verdacht, Verbindungen zwischen Nervenzellen zu zerstören. Die Plaques bestehen aus den Eiweißfragmenten Beta-​Amyloid, die an Rezeptoren binden und in Nervenzellen für fatale Veränderungen sorgen. In der neuen Studie fanden die Forscher nun heraus, dass es sich bei der verdächtigen Andockstelle bei Mäusen um PirB handelt. Dieser Rezeptor steuert die Plastizität von Nervenverbindungen. Mäuse, die genetisch verändert, über eine Disposition für die Alzheimer-​Erkrankung verfügten, aber nicht über den Rezeptor, wiesen keine Gedächtnisdefizite auf. Weitere Untersuchungen legen nahe, dass das Binden von Beta-​Amyloid an PirB letztlich zu einem Verlust von Nervenverbindungen führt. Die Forscher machten zudem noch den entsprechenden Rezeptor aus, der beim Menschen die Andockstelle für Beta-​Amyloid ist. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 18.09.2013

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