Verzögert Stress die Hirnentwicklung?

08.06.2012. Menschen, die vielem Stress ausgesetzt sind, haben häufig ein schlechteres Gedächtnis. Einer neuen Studie zufolge zeigt sich dieser Zusammenhang bereits bei Kindern. Die Forscher um Jamie Hanson von der University of Wisconsin-​Madison testeten bei 61 Kindern zwischen 9 und 14 Jahren das räumliche Arbeitsgedächtnis. Zudem machten sie Aufnahmen der Gehirne ihrer Probanden im Magnetresonanztomographen und befragten die Eltern zur Vita ihrer Sprösslinge. Hatten die Kinder in ihrem Leben bereits häufiger Stress erlebt, wiesen sie schlechtere Gedächtnisleistungen auf. Die Scans ihrer Gehirne zeigten, dass Areale im präfrontalen Cortex verkleinert waren. In bestimmten Bereichen war weniger graue und weiße Hirnmasse vorhanden als üblich. „Wir wissen bislang noch nicht, ob es sich hier um eine Verzögerung der Entwicklung handelt oder um eine dauerhafte Veränderung“, so Hanson. Da das Gehirn sehr plastisch sei, könne es aber sein, dass die Kinder die Defizite aufholen. (tak)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 07.06.2012

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