Unterschiedlich störanfällig

26.10.2013. Was unterscheidet bewusste und unbewusste Informationsverarbeitung im Gehirn? Dieser Frage gingen kürzlich Neurowissenschaftler von der Universität Tübingen nach. Sie nutzten ein gut untersuchtes Phänomen der Wahrnehmung: Präsentierten sie nämlich jeweils einem Auge von Probanden sich bewegende Punkte, dem anderen ein statisches Gesicht, konkurrierten die beiden Reize um Zugang zum Bewusstsein. Die bewusste Wahrnehmung wechselte alle paar Sekunden zwischen den beiden Bildern hin und her. Gleichzeitig störten die Forscher mit Magnetstimulation die Aktivität in einem Hirnareal, das visuelle Bewegungen verarbeitet. Das Ergebnis überraschte die Forscher: Die Störung des Areals hatten keinen Einfluss auf die Wahrnehmungsdauer des bewegten Reizes. Allerdings hinderte sie den Reiz daran, ins Bewusstsein zu gelangen, wenn er gerade unbewusst verarbeitet wurde. Sobald ein Bewegungsreiz das Bewusstsein erreicht, wird seine Verarbeitung offenbar weniger störanfällig. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 25.10.2013

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