Spur des Mobbings

19.12.12. Mobbing hinterlässt bei Kindern Spuren im Genom. Das fand ein britisch-​kanadisches Forscherteam heraus. Die Wissenschaftler untersuchten 28 eineiige Zwillingspaare, von denen jeweils ein Zwilling gemobbt wurde. Das schlug sich bereits im Alter von 10 Jahren im Genom der geplagten Kinder nieder. Ihr Serotonin-​Transportergen (SERT) war stärker methyliert, die Funktion des Gens dadurch verändert. Der Serotonin-​Transporter reguliert die Wiederaufnahme des Serotonins aus dem synaptischen Spalt in die Nervenzellen, steuert dessen Wirkdauer und hat einen Einfluss auf die Stimmung. Die Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang mit den Befunden, die man typischerweise zwei Jahre später bei gemobbten Kindern macht: Sie sekretieren weniger Stresshormon Cortisol, neigen zu aggressiverem Verhalten und haben vermehrt Schwierigkeiten im sozialen Miteinander. Möglicherweise legt die veränderte Methylierung des SERT-​Gens den Grundstein für die späteren Probleme. (sr)

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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 18.12.2012

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