Singtraining im Hintergrund

23.05.2012. Nach dem Motto „Trail-​and-​Error“ trällern Bengalische Finken immer wieder die Balzmelodie des Vaters – bis sie sie beherrschen. Der Lernfortschritt wird durch eine Rückkopplungsschleife zu den Basalganglien gesteuert, die Einfluss nehmen auf die Motorik des Gesangs. Das zeigen US-​Forscher in einer aktuellen Nature-​Studie. Sie ließen junge Finken mit Hilfe eines Computerprogramms üben, das bei bestimmten Tonfolgen ein unangenehmes Geräusch produzierte. Um dies zu vermeiden, lernten die Tiere ihre Melodie anzupassen. Blockierten die Forscher die Rückkopplung, blieb der Lernerfolg aus. Die Überraschung: Nach Aufheben der Blockade pfiffen die Finken eine neue, angepasste Melodie – ohne weiter zu üben. Demnach agieren die Basalganglien im Hintergrund und werten verschiedene motorische Signale aus – auch wenn sie nicht direkt involviert sind. Vielseitiger als bislang angenommen stellen sie einen wichtigen Knotenpunkt beim motorischen Lernen dar. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 22.05.2012

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