Schnüffeln nach Schnupfen

15.08.2012. Eine verstopfte Nase lässt den Geruchssinn leiden. Doch obwohl das Gehirn für eine funktionierende Sinneswahrnehmung ständigen sensorischen Input braucht, schnuppern wir nach Abklingen einer Erkältung wieder ohne Probleme. US-​Forscher vermuten, dass dies vorübergehenden Veränderungen im olfaktorischen Zentrum des Gehirns zu verdanken ist. Sie verstopften 14 Freiwilligen über einen Zeitraum von sieben Tagen die Nasenlöcher. Allein nachts durften sie frei durchatmen. Per fMRT beobachteten die Forscher spezifische Veränderungen der Hirnaktivität in den olfaktorischen Schlüsselregionen im pirifomen und orbitofrontalen Cortex. Das, so glauben sie, macht es möglich, dass das Geruchsempfinden der Probanden sofort nach Entfernen der Nasenblockade wieder voll funktionsfähig war. Sieben Tage später war auch die Hirnaktivität wieder normal. Möglicherweise ist der Geruchssinn besonders flexibel, da Erkältungen und Co relativ häufig auftreten. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 14.08.2012

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