Schlaf „isoliert“

07.09.2013. Ein Schlummer erquickt nicht nur Körper und Geist. Er fördert auch die Bildung eines wichtigen Isolierstoffs von Nervenzellen. Das fand ein amerikanisches Forscherteam in einer Studie im Journal of Neuroscience heraus. Die Wissenschaftler registrierten die Genaktivität in Zellen von Mäusen, die geschlafen hatten oder wach gehalten worden waren. Bei den Zellen handelte es um Oligodendrozyten, die das isolierende Material Myelin von Nervenfortsätzen bilden. Myelin beschleunigt die Weiterleitung von Nervenimpulsen. Das Ergebnis der Studie: Gene, die die Bildung von Myelin unterstützen, waren während des Schlafs besonders aktiv. Im wachen Zustand sind hingegen gerade die Gene aktiv, die mit dem Tod von Zellen in Verbindung stehen. Zusätzliche Analysen ergaben, dass sich die Bildung von Vorläuferzellen der Oligodendrozyten während des Schlafs verdoppelt. In ihren Ergebnissen sehen die Forscher Hinweise, wie mangelnder Schlaf das Gehirn schädigen kann. (cw)
Zur Studie

Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 06.09.2013

Votes with an average with

Lizenzbestimmungen

Keine Nutzungslizenz vergeben:
Nur anschauen erlaubt.