Reparaturhilfe für geschädigte Nerven

26.01.2013. Damit sich geschädigte Nerven im peripheren Nervensystem regenerieren können, ist ein bestimmter Wachstumsfaktor unerlässlich. Das berichtet ein deutsch-​niederländisches Forscherteam in “Nature Neuroscience”. Nach der Schädigung wachsen zunächst die Nervenfasern wieder aus. So genannte Schwannzellen, ein bestimmter Typ von Gliazellen, umhüllen daraufhin die Nervenfasern wieder mit der Isolierschicht Myelin. Allerdings wird die Dicke dieser Schicht nie ganz die alte, was die Funktion des Nervs dauerhaft beeinträchtigt. Mit Hilfe von genetisch manipulierten Mäusen konnten die Forscher nun zeigen, warum dem so ist: Die Stimulation durch den Wachstumsfaktor Neuregulin1 lässt zu wünschen übrig. Bei Mäusen ohne das Neuregulin1-​Gen in den Schwannzellen war die Nervenregeneration weitreichend beeinträchtigt. Dieses Protein wird normalerweise von Nervenzellen hergestellt. Nach einer Nervenschädigung müssen die Schwannzellen es aber offensichtlich selbst produzieren. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 24.01.2013

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