Protein für breiteres Frequenzspektrum

27.06.2012. Das Gehör von Menschen und Säugetieren erkennt verschiedene Frequenzen und Frequenzunterschiede besser als die Hörsysteme anderer Wirbeltiere. Maßgeblich dafür ist die Tektorialmembran im Innenohr. Sie ist wichtig für die Umwandlung mechanischer Schwingung in Nervenimpulse. Bei dieser Funktion spielt wahrscheinlich ein Gen namens CEACAM16 eine bedeutende Rolle, wie ein deutsches Forscherteam herausfand. Die Wissenschaftler manipulierten Mäuse derart, dass das Gen ausgeknipst war. In der Folge war die Hörschwelle der Tiere von Geburt an verringert – sowohl bei tiefen als auch bei hohen Frequenzen. Darüber hinaus entdeckten die Forscher eine Mutation im CEACAM16-​Gen einer amerikanischen Familie, die unter einem genetisch bedingten Hördefekt leidet. Die Forscher vermuten, dass das im CEACAM16-​Gen verschlüsselte Protein die Elastizität der Tektorialmembran beeinflusst. Dieses Eiweißmolekül kommt übrigens nur bei Säugern vor. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 26.06.2012

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