Orte helfen der Erinnerung

04.12.2013. Manche Erinnerungen sind auch auf der Ebene des Gehirns eng mit Orten verknüpft, an denen sie entstanden sind. Zu diesem Ergebnis kommt ein deutsch-​amerikanisches Forscherteam in Science. Die Forscher ließen Epilepsiepatienten in einem Computerspiel Gegenstände an verschiedene Orte einer virtuellen Stadt ausliefern. Anschließend sollten sie sich an diese Gegenstände erinnern. Den Patienten hatte man aus medizinischen Gründen Elektroden in den Schläfenlappen implantiert. So konnten die Wissenschaftler während der Aufgaben die Aktivität einzelner Nervenzellen im Hippocampus erfassen. Er spielt eine wichtige Rolle für das Gedächtnis und enthält „Platzzellen“, die den Ort einer Person verarbeiten. Beim Erinnern zeigten diese Platzzellen ähnliche Aktivierungsmuster wie zu dem Zeitpunkt als die Gegenstände zu den virtuellen Orten gebracht wurden. Das Fazit der Forscher: Sich an bestimmte Dinge zu erinnern, setze voraus dazugehörige räumliche Informationen abzurufen. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 04.12.2013

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