Orientierung außerhalb des Sichtfeldes

09.01.2013. Wenn wir am Schreibtisch sitzen, dann wissen wir genau, wo die Tür ist, auch wenn wir sie gerade nicht sehen können. Diese Orientierung außerhalb unseres Blickfeldes haben nun erstmals Wissenschaftler der Universität Tübingen untersucht. Sie fanden heraus, dass vor allem zwei Areale im Parietallappen dafür wichtig sind. Es gibt dort offenbar Bereiche, die zuständig sind für die Wahrnehmung „etwas ist direkt hinter mir“ oder „es ist schräg hinten links“ — ganz unabhängig davon, ob man den Blick darauf richtet oder nicht. Für die Studie wurden Testpersonen im funktionalen Magnetresonanztomografen untersucht. Die Probanden lernten, sich in einem virtuellen achteckigen Raum zu orientieren. Dann wurden sie gebeten, sich mit Objekten in den Raumecken zu beschäftigen, die mal innerhalb, mal außerhalb des simulierten Sichtfeldes lagen. So konnten die Wissenschaftler im Gehirn die egozentrischen Raumrepräsentationen – etwa „hinter mir“ – zuordnen. (rv)
Zur Studie

Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 08.01.2013

No votes have been submitted yet.

Lizenzbestimmungen

Keine Nutzungslizenz vergeben:
Nur anschauen erlaubt.