Muster der Bewusstlosigkeit

06.03.2013. Muster im Elekroencephalogramm (EEG) können präzise anzeigen, ob ein Patient betäubt ist oder nicht. Das hat ein Forscherteam aus Boston herausgefunden. Mit dem Wissen sollen Anästhesisten besser überwachen können, ob ein Patient bei einer Operation aufzuwachen droht. Seit mehr als 160 Jahren werden Narkose-​Medikamente genutzt. Dennoch ist kaum bekannt, was dabei im Hirn passiert. Eine Anästhesie geschieht normalerweise sehr schnell. Doch für ihre Studie streckten die Wissenschaftler den Prozess auf zwei Stunden, indem sie den Testpersonen das Medikament Propofol sehr langsam verabreichten. Alle vier Sekunden gab es ein Geräusch, daraufhin mussten die Probanden einen Knopf drücken – das zeigte an, ob sie noch bei Bewusstsein sind. Die Forscher identifizierten ein EEG-​Wellenmuster, das bei wachen Menschen am Hinterkopf gemessen wird – aber bei Bewusstlosen weiter vorne entsteht. Zudem fanden sie eine für die Narkose typische Oszillation mit sehr kurzer Frequenz. (rv)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 05.03.2013

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