Motorik auf Trab bringen

01.12.2012. Gezielte Nervenstimulation kann offensichtlich bei Patienten mit geschädigtem Rückenmark den Gebrauch der Hände verbessern. Das berichtet ein amerikanisches Forscherteam in “Current Biology”. Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf den Verbindungsweg vom motorischen Cortex zum Rückenmark, der für willentliche Bewegungen wichtig ist. Bei 19 Patienten mit geschädigtem Rückenmark reizten sie mittels transkranieller Magnetstimulation eine Stelle des motorischen Cortex, die die Hand repräsentiert. Zudem regten sie einen bestimmten Nerv im Handgelenk durch periphere Nervenstimulation an. Kamen die Nervenimpulse vom motorischen Cortex im Rückenmark einen Tick früher an als die vom peripheren Nerv, verbesserte sich bei den meisten Probanden zumindest kurzfristig die neuronale Übertragung im Rückenmark. Gleichzeitig konnte die Mehrzahl der Patienten mehr Kraft ausüben und schlug sich besser bei einer Geschicklichkeitsaufgabe. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 30.11.2012

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