Modell des synaptischen Umbaus

12.10.2013. Wird die Netzhaut des Auges teilweise zerstört, erhalten manche Neurone der Sehrinde keinen visuellen Input mehr. Ein Umbau ihrer Verbindungen ist die Folge. Forscher haben nun in PloS Computational Biology eine mögliche Erklärung dafür getestet. Nervenzellen streben offensichtlich danach, einen bestimmten Aktivitätslevel einzuhalten. Fällt die Tätigkeit der Nervenzelle unter diesen Level, beginnt sie neue Verästelungen zu bilden, um Kontakt zu anderen Neuronen aufzubauen. Dadurch erhält sie Input und ihre eigene Aktivität steigt. Auf der Basis dieser einfachen Regel haben die Forscher in einem Computermodell die Veränderungen im visuellen Cortex nach einer Netzhautschädigung nachgebildet. Ähnlich wie in der Realität bildeten die Neurone ohne visuellen Input auch im Modell verstärkt Verästelungen aus. Außerdem vernetzten sie sich zunehmend quer, so dass sie vermehrt Signale von ihren Nachbarzellen erhielten, bis sie ihr Aktivitätsniveau wiederherstellen konnten. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 11.10.2013

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