Mit Strom gegen Heißhunger

27.04.2013. Tiefe Hirnstimulation kann Heißhungerattacken mildern, zumindest im Tiermodell. Das berichten amerikanische Forscher im “Journal of Neuroscience”. Die Wissenschaftler stimulierten mittels implantierter Elektroden den Nucleus accumbens von Mäusen. Es ist eine kleine Struktur im Belohnungszentrum des Gehirns, die man mit Suchtverhalten in Verbindung bringt. Die Nager „unter Strom“ entwickelten deutlich weniger Heißhunger als Mäuse ohne Stimulation. Auch übergewichtige Mäuse fuhren unter dem Einfluss der Stimulation ihre Kalorienzufuhr herunter und nahmen ab. Hinweise darauf, dass ein bestimmter Rezeptor für den Botenstoff Dopamin hierbei eine Rolle spielt, fanden die Wissenschaftler ebenfalls. Blockierten sie nämlich den Rezeptor pharmakologisch, verlor die Stimulation ihre Wirkung. Die Forscher hoffen, dass sich das Verfahren auch beim Menschen therapeutisch einsetzen lässt, um Heißhungerattacken zu vermeiden, die übergewichtigen Menschen häufig zu schaffen machen. (cw)
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Autor: Dr. Christian Wolf

Veröffentlicht: 26.04.2013

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