Mehr Orientierung im Dunkeln

22.10.2011. Das Kleinhirn hilft Nagetieren, im Kopf eine räumliche Karte von der Umgebung zu erstellen, mit der sie sich auch im Dunkeln zurechtfinden. Das beschreiben französische Forscher im Fachblatt „Science“. Sie züchteten Mäuse, bei denen ein bestimmtes Enzym im Kleinhirn gehemmt ist, und untersuchten, wie gut sich die Tiere in einem Wasserlabyrinth orientieren konnten. Im Hellen fanden die mutierten Mäuse den Weg zur rettenden Plattform genauso schnell wie ihre Artgenossen. In der Dunkelheit allerdings brauchten sie deutlich länger als Mäuse, bei denen das Enzym funktionierte: Auch nach mehreren Versuchen schwammen sie umständlichere Wege als nötig. Die Neurone, die in einem anderen Gehirnteil, dem Hippocampus, die innere Karte erstellen und speichern, feuerten bei den Mutanten seltener. „Zellen im Kleinhirn verwandeln Informationen aus dem Gleichgewichtsorgan in Signale zur räumlichen Orientierung“, vermuten die Forscher. (bo)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 21.10.2011

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