Medikament lindert Alzheimer bei Mäusen

11.02.2012. US-​amerikanischen Forschern ist es gelungen, binnen weniger Tage mit einem Krebsmedikament die Alzheimer-​Symptome bei Mäusen teilweise rückgängig zu machen. Alzheimer entsteht durch die Ansammlung des Eiweißes Amyloid beta im Gehirn, das zu Plaques verklumpt und die Nervenzellen schädigt. Normalerweise wird der Abbau des Eiweißes durch Apolipoprotein E (ApoE) gefördert. Das Krebsmittel Bexaroten, das die Forscher nun an mehreren Alzheimer-​Mausmodellen testeten, stimuliert die Ausschüttung von ApoE im Gehirn. Bereits drei Tage nach der Gabe des Mittels war bei den Mäusen die Hälfte der Plaques verschwunden. Die Tiere bauten wieder Nester – eine Fähigkeit, die sie verloren hatten. Kein bekanntes Mittel habe bislang so schnell so deutlich Wirkung gezeigt, so die Forscher im Fachblatt Science. Ob Bexaroten auch beim Menschen wirkt, ist noch offen. Da es in den USA als Medikament zugelassen ist, könnte sich der Beginn der klinischen Studien jedoch beschleunigen. (tak)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 10.02.2012

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