Lauschende Stammzellen

08.08.2012. Hirnstammzellen, die in Lernen, Gedächtnis und Stimmungsregulation involviert sind, hören möglicherweise die Kommunikation zwischen Nervenzellen in ihrer Umgebung ab. So erfahren sie, wann sie sich vermehren müssen. Das folgern US-​Forscher in der Zeitschrift „Nature“ aus ihren Experimenten mit Mäusen. Sie untersuchten Gehirngewebe der Tiere, gaben bestimmte Gehirnbotenstoffe hinzu und maßen die elektrochemische Veränderung in den Stammzellen. Tatsächlich reagierten die Zellen auf den Botenstoff GABA, der offensichtlich ihre Vermehrung verhindert. Einen ähnlichen Effekt erzielten sie nach Valium-​Gabe. Die Substanz aktiviert im Gehirn GABA-​Rezeptoren. Waren die Stammzellen dagegen derart manipuliert, dass sie keinen GABA-​Rezeptor besaßen, begannen sie sich zu teilen oder Gliazellen zu produzieren. Der Botenstoff, so erklären die Forscher, hemmt die Nervenzellaktivität und scheint gleichzeitig die Vermehrung von Hirnstammzellen zu drosseln. (sr)
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Autor: dasGehirn.info

Veröffentlicht: 07.08.2012

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